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Ostholsteiner Anzeiger

23. Oktober 2017 | 23:35 Uhr

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

53 Stände zu über 100 Berufen: Achte Auflage der Ausbildungsmesse lockte mehr als 1000 Schüler in die Berufliche Schule

shz.de von
erstellt am 22.Feb.2017 | 12:26 Uhr

Welcher Beruf ist für mich der richtige? Dieser Frage sind gestern mehr als 1000 Schüler aus der Region bei der 8. Ausbildungsmesse in der Beruflichen Schule nachgegangen. Denn 350 anerkannte Ausbildungsberufe und mehr als 16  000 Studiengänge machen diese so wichtige Entscheidung alles andere als leicht. Neben dem Verdienst interessierte viele Jugendliche auch die Arbeitszeiten – wie beispielsweise am Infostand des Bäckerhandwerks. „Morgens um vier geht es los, dafür ist man mittags wieder Zuhause“, erklärt Bäckermeister Andreas Sesselberg. So richtig begeistert wirkt sein Gegenüber nicht. Sesselberg legt nach. „Im Sommer liegst Du schon am Strand, wenn andere noch arbeiten müssen.“ Das klingt wohl besser, die Frage des Schüler scheint beantwortet; auf geht es zum nächsten Stand.

Insgesamt 53 davon gab es in dem Schulzentrum, an ihnen gab es Infos zu mehr als 100 Berufen aus den Bereichen Gesundheit, Handel, Handwerk, Industrie, Wirtschaft und öffentliche Verwaltung. Die Palette reichte von A wie Altenpfleger/in über B wie Bachelor of Engineering oder M wie Mechatroniker bis Z wie Zollbeamter.

„Wir möchten hier die regionale Berufsvielfalt vorstellen“, sagte Kathleen Wieczorek (Foto), Geschäftsführerin Operativ in der Agentur für Arbeit Lübeck. Die Messe sei eine gute Chance für Jugendliche und Ausbildungsbetriebe, sich in ungezwungener Atmosphäre auszutauschen und erste Kontakte zu knüpfen.

„Wir werben hier für die duale Ausbildung, das Herzstück unseres Hauses“, sagte Carsten Ingwertsen-Martensen (Foto), Leiter der Beruflichen Schule. Angesichts einer Abbrecherquote bei Studienanfängern von einem Drittel soll die Messe „rechtzeitig aufklären und Jugendlichen eine Perspektive geben“, so Ingwertsen-Martensen.

Die Schüler wurden im Unterricht auf die Messe vorbereitet. Und auch darauf, dass sie hier Kontakte knüpfen können. Aber das scheint manchmal nicht so einfach. Lehrer Helmut Pölling wies darauf hin, dass insbesondere Internet-Dienste wie Whatsapp das Kommunikationsverhalten der Schüler verändert habe. Die Jugendlichen seien mittlerweile sehr schüchtern wenn es um verbale Kommunikation gehe – unschön bei der Kontaktaufnahme zu potenziellen Arbeitgebern. „Dieser Entwicklung müssen wir uns stellen“, ergänzte Ingwertsen-Martensen.

Zurzeit mangelt es aber nicht an Ausbildungsplätzen. „Uns liegen bereits über 2400 Stellen für den Ausbildungsbeginn im Herbst vor“, sagt Stefan Vieck, der für die Ausbildungsvermittlung zuständige Teamleiter in der Arbeitsagentur. Doch das Auswahlverfahren sei in vollem Gang. Jetzt gelte es, sich rechtzeitig einen Ausbildungsplatz zu sichern. Wer sich noch unschlüssig über die Berufswahl ist: Einen Termin zur Berufsberatung gibt es unter der kostenfreien Telefonnummer 0800/4555500.

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