In Wüsten und trockenen Gebieten

Zwergohreulen auf der griechischen Insel Lesvos und in einer Oase der Etosha-Pfanne Namibias – Insektenjäger der Nacht, die neben der Dunkelheit die Kühle der Nacht nutzen.
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Zwergohreulen auf der griechischen Insel Lesvos und in einer Oase der Etosha-Pfanne Namibias – Insektenjäger der Nacht, die neben der Dunkelheit die Kühle der Nacht nutzen.

OHA-Serie Vogelkunde: Wie halten heimische Vögel in Wüste und Co. die hohen Temperaturen und den Wassermangel aus?

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23. März 2018, 13:53 Uhr

Zwanzig Prozent der Erdoberfläche werden von lebensfeindlich-trockenen Arealen bedeckt. Nur wenige Vogelarten haben sich an ein Leben unter diesen Umständen im Verlauf der Evolution angepasst. Dazu gehört auch, mit Wasser in jeder Situation haushälterisch umgehen zu können. In den steinigen und sandigen Gegenden der Erde liegt der jährliche Niederschlag oft unter 250 Millimeter – das sind nur 250 Liter Wasser auf einem Quadratmeter. In Eutin fällt im Vergleich dazu durchschnittlich die dreifache Menge.

Besonders dramatisch, aber nicht sehr beispielhaft, sind die Verhältnisse in der chilenischen Atacamawüste: Diese trockenste Wüste der Erde zieht sich 1200 Kilometer entlang der Pazifikküste und hat in den vergangenen 25 Jahren jährlich nur 0,5 Liter Regen auf den Quadratmeter erhalten.

Auch in Europa gibt es Halbwüsten und Trockensteppen rund um das Mittelmeer – und nicht zu vergessen: Die nordafrikanische Sahara misst neun Millionen Quadratkilometer, die viele der hiesigen Zugvögel überfliegen müssen.

Wie halten die heimischen Vögel die hohen Temperaturen und den Wassermangel dort aus? Die Körpertemperatur von Vögeln liegt über die des Menschen: 40 bis 42 Grad Celsius. Es ist erstaunlich, aber dann auch wieder verständlich, dass gerade diese Eigenschaft den gefiederten Freunden das Überleben in heißen Klimaten erleichtert, da die Differenz zwischen der Umgebungs- und ihrer Körpertemperatur gering ist.

Untersuchungen zeigen, dass Vögel grundsätzlich toleranter gegenüber äußerer Hitze als Menschen sind sowie ihre Körperwärme geringfügig erhöhen können, ohne einen Schaden zu nehmen.

Wüstenbrutvögel besitzen zudem eine besondere Tarnung: Die am Boden nistenden Vögel oder die dort laufenden Jungvögel sind gegenüber ihren Prädatoren, wie man ihre Feinde nennt, besonderer Gefährdung ausgesetzt. Doch ebenso wie das Gelege besitzt ihr Federkleid eine auf das Sicherste angepasste Farbgebung. Sie ist häufig in den Farben des Untergrundes gehalten und lässt zum Beispiel verharrende Vögel mit dem Unter- und Hintergrund optisch verschmelzen.

Aber die extrem trockenen und eventuell auch besonders lebensfeindlichen Zonen werden von den Gefiederten fast ausschließlich während der Regen- und dann auch nur zur Fortpflanzungszeit gewählt. Sind die Jungvögel herangewachsen, verlassen die Familien die unwirtlichen Bedingungen umgehend und wandern in feuchtere Regionen, die mehr Futter bieten.

Unter lebensfeindlichen Bedingungen einer Wüste oder eines anderen trockenen Lebensraumes ist die Verfügbarkeit von Nahrung ständigen Schwankungen unterworfen. Die Dichte der hier siedelnden Vogelarten ist daher in der Regel gering, denn jedes Tier benötigt ein großes Areal, um ausreichend Futter zu finden. Die Fortpflanzungsphase der Vögel ist in der Mehrzahl von großem Insektenreichtum abhängig, der auch den Mangel an Wasser teilweise ausgleichen kann.

Von großer Bedeutung für die Jungvögel ist dabei auch das einhergehende hohe Eiweißangebot. Auch unter trockenen, arktischen Verhältnissen sind die dortigen Brutvögel an eine reiche Wirbellosenfauna im arktischen Sommer gebunden und nutzen so das kleine sommerliche Zeitfenster.

Grundsätzlich ist dieser Beitrag mit der Bemerkung zu ergänzen, dass die nachgewiesene Abnahme großer Teile der hiesigen Vogelwelt in den vergangenen Jahrzehnten in einem deutlichen Zusammenhang mit der Abnahme von Fluginsekten steht. Diese dramatische Entwicklung muss aus den unterschiedlichsten Gründen schnellstens gestoppt werden.

Weitere Infos unter www.vogel schutzeutin-badmalente.de

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