Pönitzer Silvesterlauf : In Pönitz endet das Jahr sportlich

Startschuss: 216 Läufer und Walker begeben sich um 9 Uhr morgens bei fünf Grad auf die Strecke.
Foto:
1 von 3
Startschuss: 216 Läufer und Walker begeben sich um 9 Uhr morgens bei fünf Grad auf die Strecke.

216 Läufer und Walker nehmen am Silvesterlauf teil. Teilnehmer genießen Atmosphäre und werden mit Glühwein und Berlinern belohnt.

shz.de von
02. Januar 2018, 08:27 Uhr

Pönitz | Gewappnet mit Mützen, Handschuhen, langen Sporthosen und Laufjacken begaben sich am Sonntag 216 Läufer und Walker beim traditionellen Pönitzer Silvesterlauf auf die Strecke. Sie alle wollten das Jahr 2017 sportlich ausklingen lassen und „nochmal ordentlich Gas geben“, wie Hauptorganisator Reinhard Honerlage sagte. Um 9 Uhr ertönte am Sportlerheim der Sportvereinigung Pönitz der Startschuss für die 34. Auflage der Veranstaltung. Für die Teilnehmer ging es auf eine sieben oder 14,5 Kilometer lange Strecke rund um Pönitz. Im Vordergrund dabei ganz klar: Der Spaß an der Bewegung in der Gemeinschaft.

„Es ist eine schöne Gelegenheit, die kulinarische Völlerei der Feiertage zu unterbrechen“, meinte Honerlage, der sich über die Teilnehmerzahl freute. „2016 waren knapp 200 dabei, diese Hausnummer stellt man sich vor“, sagte er noch ehe die Steigerung auf 216 feststand. Zu diesem Zeitpunkt waren die Morgen-Sportler bereits auf der Strecke. Ob laufend oder walkend, bestimmte wie immer jeder selbst. Mit den Nordic-Walking-Stöcken in der Hand machte sich Jürgen Geistlich aus Negernbötel (Kreis Segeberg) auf den Weg. Er war eigens für den Kult-Lauf nach Pönitz gekommen. „In den letzten Jahren war ich immer dabei, hier trifft man die Leute wieder“, erzählte Geistlich. „Im Ziel trinke ich noch einen Kaffee und dann geht es wieder nach Hause.“

Mario Deters aus Cloppenburg (Niedersachsen) war nicht ganz freiwillig in die Laufschuhe geschlüpft. Er macht gemeinsam mit seiner Frau Claudia Urlaub in Scharbeutz und wurde von ihr „mitgeschleppt“. „Ich laufe gerne und finde, dass es eine schöne Gelegenheit ist, die Gegend kennenzulernen“, meinte Claudia Deters. Wenig später ging es für die beiden Urlauber auf die Sieben-Kilometer-Runde. „Wir laufen aber ganz gemütlich“, stellte Mario Deters lachend klar.

Julia Bönig und Theda Hons hatten am Silvestertag keine Schwierigkeiten, sich aufzuraffen. Die beiden Pönitzerinnen machen sich ohnehin zwei bis drei Mal pro Woche gemeinsam mit Lars Kulbrock und Heino Zehe, die ihre Laufgruppe vervollständigen, auf den Weg. „Letztes Jahr ist mein Mann mitgelaufen, diesmal passt er aber auf die Kinder auf“, sagte Julia Bönig, für die es die erste Teilnahme am Pönitzer Silvesterlauf war. Dagegen ist Theda Hons schon ein alter Hase. Beide Frauen finden es einfach gut, „am letzten Tag des Jahres nochmal zu laufen“. „Die Stimmung ist entspannt und wir freuen uns jetzt schon auf Glühwein und Berliner“, meinten die Pönitzerinnen unisono.

Die Stimmung stellte auch Reinhard Honerlage in den Vordergrund. „Der Lauf hat einen kultigen Charakter. Viele Leute unterhalten sich auf der Strecke und bleiben auch nach dem Zieleinlauf noch eine Weile im Sportlerheim zusammen“, so der Hauptorganisator. Genau da schrieb seine Frau Ingrid nach dem Startschuss fleißig Urkunden, während Britta Radtke und Inge Krebs die Teilnehmer-Medaillen bereitlegten, die in diesem Jahr mit einem Schnee-Foto verziert waren.

Schnee gab es diesmal zwar nicht, dafür regnete es zumindest zu Beginn nicht. Ganz trocken kamen die Läufer und Walker dennoch nicht ins Ziel. „Regen hält eingefleischte Läufer aber nicht ab“, wusste Honerlage. Er richtete den Blick schon auf die 35. Auflage 2018 – der Schleswig-Holsteinische Leichtathletikverband hat zum Jubiläum eine Auszeichnung angekündigt.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen