In Kiel blitzt und donnert es am seltensten

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26. September 2017, 19:28 Uhr

Wer Angst vor Blitz und Donner hat, sollte nach Kiel ziehen. In der Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein gibt es einer wissenschaftlichen Auswertung zufolge die wenigsten Gewitter in Deutschland, wie das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gestern mitteilte. Dagegen zucken in Garmisch-Partenkirchen besonders oft Blitze. Die Wissenschaftler veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Natural Hazards and Earth System Sciences“.

Am seltensten sind demnach Gewittertage entlang der Nord- und Ostseeküste. Im Jahr 2010 zum Beispiel habe es im Großraum rund um Hamburg und Bremen vielerorts überhaupt keine Gewitter gegeben. Im Durchschnitt zählt Norddeutschland zwei Gewittertage pro Jahr, im Raum Karlsruhe sind es sieben. Der Wissenschaftler Michael Kunz verwies zudem auf hohe Sachschäden. So hätten im Juli 2013 Gewitter in Niedersachsen und Süddeutschland Kosten von rund drei Milliarden Euro verursacht. „Das war der größte versicherte Schaden weltweit durch Naturkatastrophen in diesem Jahr.“ In den vergangenen fünf Jahren hätten schwere Gewitter Gesamtschäden von etwa 10,4 Milliarden Euro angerichtet.

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