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Ostholsteiner Anzeiger

18. Oktober 2017 | 20:42 Uhr

Im Schuhkarton Freude schenken

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Sabine Severin und Hendrike Cursiefen unterstützen in Eutin den Verein „Geschenke der Hoffnung“ bei seiner Aktion für arme Kinder

von
erstellt am 08.Okt.2013 | 00:36 Uhr

Traumhaft der Sommer, schön sonnig bisher der Herbst – wer denkt bei dem Wetter schon an Weihnachten? Zu den Wenigen gehören die Sammler für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“. Sie haben bereits mit ihrer Arbeit begonnen, um notleidenden Kindern weltweit eine Freude zu bereiten. Auch die Eutinerin Sabine Severin ist wieder dabei.

Sie erhält diesmal Unterstützung von Hendrike Cursiefen. Die dreifache Mutter hatte, wie Sabine Severin vor sieben Jahren, mit ihren Kindern Pakete für die Aktion des Vereins „Geschenke der Hoffnung“ gepackt. Darüber kamen die beiden Mütter im vergangenen Jahr ins Gespräch. Sabine Severin erzählte von ihrem Problem, bei sich insgesamt 128 Weihnachtskartons zu lagern. Platz aber hat Hendrike Cursiefen ausreichend, so dass sich schnell eine Zusammenarbeit ergab. „Es war eine glückliche Fügung“, so Sabine Severin.

Nun werben beide um weihnachtliche Gaben für Kinder auf der Schattenseite des Lebens. In diesem Jahr hat der Verein Empfänger
in Bulgarien, Georgien, Kasachstan, Moldau, Mongolei, Palästinensische Gebiete (Westjordanland), Polen, Rumänien, Slowakei und Weißrussland auf der Liste.

Die mittelgroßen, bunt beklebten Schuhkartons erhalten dort Mädchen und Jungen in den drei Altersklassen zwischen zwei bis vier Jahren, fünf bis neun Jahre sowie zehn bis 14 Jahre. Beim Befüllen der Kartons gibt es feste Regeln. Der Hintergrund sind strenge Einfuhr- und Zollbestimmungen.

Daher dürfen in die Schuhkartons nur neue Waren und Süßigkeiten, die mindestens bis März 2014 haltbar sind. Erlaubt sind Spielsachen, Kleidung, Selbstgestricktes, Hygiene-Artikel und Schulsachen. Nicht erlaubt sind Gummibärchen, Nahrungsmittel mit Gelantine sowie Schokolade mit Nüssen, also auch keine Müsli-Riegel oder Chips. Ebenfalls tabu sind gebrauchte Gegenstände, Zerbrechliches, Lebensmittel, Kriegsspielzeug und Medikamente.

„Jungs im Alter zwischen zehn und 14 Jahren werden nicht so häufig bedacht“, sagt Sabine Severin und hofft jetzt auf mehr Kartons für diese Altersgruppe. „Eine gute Mischung“, empfiehlt Hendrike Cursiefen. So seien beispielsweise Mütze, Schal oder Handschuhe, Malbücher, Bunt- oder Bleistifte mit Radiergummi und Anspitzer sowie Haarbürsten- und Spangen bestens geeignet. Schulkinder freuen sich über A 5-Hefte, eine Federtasche mit Füller und Patronenvorrat, Lineal und Solartaschenrechner oder einen Tuschkasten mit Pinseln.

„Schön wäre es, wenn immer zusammenpassende Teile eingepackt werden“, bittet Severin. Denn was nütze den Kindern Zahnpasta ohne Zahnbürste. Heiß begehrt seien Dynamo-Taschenlampen, ergänzt die Mutter von Zwillingen. Die Lampen würden genutzt, um nachts auf dem Weg zur Toilette etwas sehen zu können. Und auch über ein persönliches Foto oder einen Weihnachtsgruß, ohne auf eine Antwort zu warten, freuen sich die Kinder besonders.

Wer keinen ganzen Karton packen möchte oder lieber der Aktion Sach- oder Geldspenden zukommen lassen möchte, ist ebenso willkommen wie Werbepräsente von Firmen. Und wer sich das Bekleben des Kartons sparen möchte, kann sich für sechs Euro einen bunt bedruckten Karton bei Sabine Severin abholen. Der gleiche Betrag wird auch pro Weihnachtspäckchen bei der Abgabe erbeten. Das Geld fließt zu 100 Prozent in die Logistik- und Transportkosten.

Zwischen 15. Oktober und 15. November nimmt Sabine Severin (Anneli-Voigt-Str. 16, Telefon 0 45 21 / 83 04 33) die Pakete entgegen. Mehr Informationen über die Aktion sind unter www.geschenke-der-hoffnung.org abrufbar.



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