Im Schloss werden Baupläne gewälzt

Schlossführerin Angelika Bethke vor der Sperrwand mit Tür.
Schlossführerin Angelika Bethke vor der Sperrwand mit Tür.

Fundament soll 2017 nachgerüstet werden / „Notlösung“ im Flur gegen Warmluft

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23. Juni 2014, 16:42 Uhr

Zuerst wird die Stiftung neu aufgestellt, es folgt die Planung für eine 2017 beginnende Umbauphase im Eutiner Schloss. Dabei sollen die Fundamente des uralten Bauwerks verstärkt und erstmals eine gezielte Nutzung des zweiten Obergeschosses ermöglicht werden. Das kündigte gestern der amtierende Schlossverwalter Matthias Bönsel an.

Die Stiftung arbeite derzeit daran, eine „baurechtliche Gesamtgenehmigung aus einem Guss“ zu erhalten, sagte er dem OHA. Damit sollen die behördlichen Auflagen für Brandschutz und Barrierefreiheit erfüllt werden, die für den auf höhere Besucherzahlen ausgelegten Schlossbetrieb erteilt wurden. Für das Ziel, Publikumsmagnet zu werden, sollen weitere bauliche Möglichkeiten ins Auge gefasst werden.

Unabhängig davon soll nach der Landesgartenschau die Standfestigkeit des historischen Bauwerkes verbessert werden. In dessen Innern traten nach einer Sanierung des Schlossgrabens 2007 zahlreiche Setzrisse zutage; im Juli soll ein Gericht entscheiden, ob die Trockenlegung des Grabens die Schäden auslöste. Klar ist: Sie zu beheben kostet siebenstellig.

Feinstfühlig wie die Prinzessin auf der Erbse ist auch das Schlossklima. Nachdem der Museumseingang in den Südflügel verlagert und das Tor zum Schlossgarten einladend offen gehalten worden war, schlug der Restaurator Alarm: Der Zustrom feuchter Warmluft bringe Wellgefahr für wertvolle Bilder und Wandbespannungen. „Das hat vorher keiner im Blick gehabt“, gestand Bönsel. Eine provisorisch errichtete Zwischenwand im Eingangsflur soll Abhilfe schaffen, diese „Notlösung“ werde aber bald durch eine auch optisch ansehnlichere Konstruktion ersetzt, versprach er.

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