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Ostholsteiner Anzeiger

21. Oktober 2017 | 16:55 Uhr

Im Rathaus steigen die Gebühren

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ob Beglaubigungen oder Kopien: Vieles wird teurer

shz.de von
erstellt am 26.Feb.2015 | 14:51 Uhr

Die Gemeinde Malente hat nichts zu verschenken, erst Recht keine Dienstleistungen. Wer sich beispielsweise etwas beglaubigen lassen will, Bescheinigen braucht oder Eintragungen im Grundbuch löschen lassen will, muss zahlen – demnächst in vielen Fällen mehr als bislang: Denn der Finanzausschuss empfahl jetzt der Gemeindevertretung eine überarbeitete Fassung der Gebührensatzung von 2011. Bei vielen Gebühren bleibt zwar alles beim alten, einiges wird aber deutlich teurer.

Beispiel Beglaubigungen: Bislang kostet ein Beglaubigungsvorgang, wie es im Amtsdeutsch heißt, 2 Euro, künftig sind es 3 Euro, bei mehrseitigen Dokumenten steigt die Gebühr von 3 auf
5 Euro. Immerhin: Eine Zeugnisbeglaubigung für Ausbildungs- Schul- und Studienzwecke bleibt kostenlos. Der Preis für Schwarz-weiß-Kopien steigt dagegen: von 20 auf 30 Cent je Seite. Das sei zwar deutlich teurer als im Copy-Shop, räumte Rathaus-Mitarbeiterin Gunda Schröder im Finanzausschuss ein. Doch es müsse die Arbeitszeit des Verwaltungsmitarbeiters eingerechnet werden. Dann seien 30 Cent noch nicht einmal kostendeckend.

Deutlich teurer wird es, wenn das Bauamt Abwasseranlagen im Bauantragsverfahren prüft. Hier kostet ein Erstantrag künftig 100 statt 41 Euro. Mehr zahlen muss auch, wer bestimmte Eintragungen im Grundbuch löschen lassen will. So komme es vor, dass die Gemeinde noch alte Leitungs- oder Überwegungsrechte habe, die nicht mehr benötigt würden, erläutert Gunda Schröder. Wer das nicht mehr im Grundbuch stehen haben will, etwa weil er sein Haus verkaufen will, zahlt für eine Löschung künftig 50 statt 30 Euro. Dabei gibt es auch kurios Anmutendes. So wurde früher oft im Grundbuch festgeschrieben, dass Schweine und Hühner nicht gehalten werden dürfen. Auch so etwas lässt sich löschen.

Ausgesprochen kurios klingen auch die 30 Euro, die künftig für die Ausstellung eines Leichenpasses verlangt werden (bislang 20 Euro), doch hat die Sache einen ernsten Hintergrund. Das Dokument werde benötigt, wenn ein Toter zur Bestattung ins Ausland überführt werden solle, klärt Gunda Schröder auf. Dies komme aber sehr selten vor. Ebenfalls selten seien Genehmigungen in Zusammenhang mit privaten Grabstätten. Hier steigen die Gebühren auf bis zu 400 Euro (bislang 300 Euro).

Für die Nutzung ihres Wappens bittet die Gemeinde ebenfalls zur Kasse. Wer dieses etwa zu kommerziellen Zwecken auf Becher oder einen Teller drucken lässt, zahlt künftig zwischen 60 und 1600 Euro (bislang 51 bis 1534 Euro).

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