Ideen für die Region fördern

Joachim Schmidt (v.  l.) und Horst Weppler (Aktivregion) unterstützen Propst Dirk Süssenbach (v.  r.) und Synodenpräses Dr. Peter Wendt beim Gartenprojekt.
Joachim Schmidt (v. l.) und Horst Weppler (Aktivregion) unterstützen Propst Dirk Süssenbach (v. r.) und Synodenpräses Dr. Peter Wendt beim Gartenprojekt.

Aktivregion hat rund drei Millionen für Projekte zur Verfügung

shz.de von
29. Juli 2015, 13:23 Uhr

Sie vernetzen und helfen Ideen, die wertvoll für Region und Gemeinschaft sind, durch Fördermittel weiter: die Aktivregion Holsteinische Schweiz. „Ziel der Aktivregionen damals vor 14 Jahren war es, Geld nicht von oben herab zu verteilen, sondern Projekte, die von den Menschen gewollt und gebraucht werden, zu unterstützen“, sagte Horst Weppler, stellvertretender Vorsitzende der Aktivregion Holsteinische Schweiz gestern.

Von den mittlerweile 22 Aktivregionen im Land stehe die hiesige Aktivregion, in der 45 Kommunen integriert sind, an erster Stelle. Joachim Schmidt, Vorsitzender der Aktivregion: „Wir haben 6,9 Millionen Fördermittel über die Aktivregion, drei Millionen aus anderen Töpfen geholt und insgesamt eine Investitionssumme von 21 Millionen Euro in unserer Region ausgelöst.“ An Ideen und klugen Köpfen mangele es nicht. Das Problem der Gemeinden sei oftmals die Ko-Finanzierung, denn bei geförderten Projekten durch die Aktivregion müssen 50 Prozent von der Gemeinde oder anderen Geldgebern finanziert werden. Weppler: „Es sollte eine Idee nie umgesetzt werden, weil es Fördermittel geben könnte, sondern weil die Idee es wert ist. Die Fördermittel sollen nur ein Bonbon obendrauf sein.“

Für die dritte Förderperiode haben die Mitglieder der Aktivregion rund drei Millionen zur Verfügung. Projektvorschläge gibt es reichlich. Ein schon beschlossenes ist die finanzielle Unterstützung des „Gartens am frischen Wasser.“ Weitere Projekte sind unter anderem eine Machbarkeitsstudie für ein Busprojekt um den Plöner See. „Dahinter steckt zusätzlich die Frage, wie lösen wir das Problem des ÖPNV. Auch in Malente gibt es mit dem Bürgerbus interessante Ansätze, die nach der Machbarkeitsstudie möglicherweise auf andere Gemeinden übertragbar sind“, sagte Günter Möller von der Aktivregion Holsteinische Schweiz. Außerdem habe ein Projekt die Bahnstrecke Neumünster–Ascheberg im Blick. Möller: „Wir wollen auch Ladesäulen für Elektroautos bezuschussen und hoffen, dass eine bestehende Infrastruktur auch dafür sorgt, dass mehr E-Autos kommen.“ Außerdem wird über Unterstützer der
Ehrenämter nachgedacht, was ein möglicher Ehrenamtskoordinator leisten könnte. Möller: „Es steht auch die Überlegung im Raum, die bürokratische Vereinsarbeit an professionelle Dritte abzugeben, um die Ehrenamtler zu entlasten.“ Neben Nachhaltigkeit und Umweltschutz stehen Bildung und Kultur als wichtige Punkte auf der Agenda der Aktivregion. Auch hier soll künftig eine bessere Vernetzung stattfinden. Möller: „In Workshops
kam heraus, dass die Kultur- und Bildungsangebote in der Region schlecht abgesprochen sind. Das ist durch Gespräche und Vermittlung leicht zu ändern und von Vorteil für alle Akteure.“

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen