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Ostholsteiner Anzeiger

22. August 2017 | 15:35 Uhr

„Ich war wirklich überrascht“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Was hat die LGS Eutin für Jugendliche zu bieten? Merle Petersen (15) schildert ihre persönlichen Eindrücke

„Landesgartenschau in Eutin“ – das klingt nicht besonders aufregend. Als ich – Merle Petersen (15, Gymnasiastin)– gehört habe, dass die Landesgartenschau (LGS) nach Eutin kommt, wusste ich nicht, was ich davon halten sollte. Ich meine, welcher Jugendliche interessiert sich für Blumen und Gärten? Mein Interesse hielt sich in Grenzen, deshalb stand ich dem Ganzen eher skeptisch gegenüber. Aber obwohl ich es nicht für besonders aufregend hielt, kauften mir meine Eltern eine Dauerkarte. Ich dachte, „so langweilig wird es schon nicht werden“ und „einen Tag zwischen Blumenbeeten und gestutzten Hecken halte ich schon aus“. Doch jetzt, wo die Landesgartenschau schon fast halb vorbei ist, muss ich zugeben, dass ich mehrere Male mit meinen Freunden – aber nie mit meinen Eltern – da war.

Wir hatten ja schon vor der Eröffnung einiges gehört, und das klang gar nicht so schlecht. Vor allem sollte es kostenlosen Internetzugang geben, was in meiner Altersgruppe schon mal ein gewaltiger Pluspunkt ist. Also sind wir hin. Da wir nicht besonders viel Zeit hatten – wir kamen direkt aus der Schule – schafften wir es nicht, uns alles anzusehen. Aber das, was wir sahen, war nicht übel. Besonders die kleinen Schweine und Ziegen waren, zusammen mit den Sitzkissen im Schlosspark ein Grund dafür, dass wir so wenig geschafft haben. Wir machten es uns dort gemütlich und haben dann ganz die Zeit vergessen.

Ich muss aber sagen, dass mir auch die Blumen und Gärten ganz gut gefielen. Bei einigen Kunstwerken fragten wir uns, ob das wirklich Kunst sein sollte oder nur aus Versehen auf diesem Platz abgestellt worden war. Besonders bei den Statuen im Küchengarten und den zerfledderten Kartons kam uns dieser Gedanke.

Obwohl wir nur wenig Zeit hatten, konnten wir uns doch einiges anschauen, auch wenn wir hauptsächlich vorbeihetzten. So sahen wir die Aktionsfläche, den Süduferpark, das Bauhofareal und den Schlosspark.

An einem anderen Tag wollten wir uns im Seepark treffen. Dort war ich bisher noch nicht, aber ich wusste, dass es einen Fußball-, Volleyball- und Basketballplatz geben sollte. Ich ging das erste Mal durch den Stadteingang und war wirklich überrascht. Ich komme von hier, also weiß ich, wie es in der Stadtbucht vor der Landesgartenschau ausgesehen hat.

Allerdings gefiel mir das, was ich jetzt sah, besser. Alles wirkte ordentlicher und freundlicher. Vor allem die Wege, die im Wasser liegen, fand ich ziemlich cool. Da ich verabredet und sowieso zu spät dran war, musste ich schnell weiter. Da mir Umweltbewusstsein sehr am Herzen liegt, habe ich mich gefreut, dass auch die Landesgartenschau mit der Elektrofähre einen kleinen Beitrag leistet.

Auch habe ich festgestellt, dass das Gelände sehr gut ausgeschildert ist, was für Touristen sicherlich eine große Hilfe ist.

Vom Seepark, wo meine Freunde auf mich warteten, war ich beeindruckt. Es ist dort Platz zum Sporttreiben, die Felder waren übrigens bei meinem ersten Besuch alle gut besetzt. Außerdem gibt es Klettergerüste für Kinder und viel Platz zum Entspannen und Freunde treffen. Außerdem ist im Seepark der Segelverein, der während der Landesgartenschau Tretboote oder Boards zum Stand-Up-Paddling verleiht. Das macht bei gutem Wetter wirklich viel Spaß, da nebenbei auch die Möglichkeit zum Baden besteht.

Inzwischen bin ich auch schon alleine über das Gelände geschlendert, wobei ich festgestellt habe, dass die Menge der Besucher vormittags hauptsächlich aus Rentnern und Eltern mit kleinen Kindern besteht. Die Jugendlichen kommen erst am Nachmittag.

Ich muss sagen, dass ich von der Landesgartenschau in ihrer Gesamtheit positiv überrascht war. Das Gelände ist wirklich schön geworden, es gibt Attraktionen für alle Altersgruppen und eignet sich hervorragend als Treffpunkt und Ausflugsziel für Familien. Ich persönlich hoffe, dass einige der Teile der Landesgartenschau erhalten bleiben, zum Beispiel die Sportplätze und der Strand mit Strandkörben. Bleibt nur noch zu hoffen, dass genügend Gäste kommen, damit die Stadt eine erfolgreiche Landesgartenschau in Eutin verbuchen kann.


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erstellt am 27.Jun.2016 | 15:28 Uhr

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