zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

20. November 2017 | 10:54 Uhr

Hutzfelder freut sich über Inklusionspreis

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 16.Mai.2016 | 21:00 Uhr

Die Stiftung Drachensee aus Kiel hat mit Projektleiter Dr. Jan Wulf-Schnabel aus Hutzfeld den erstmals bundesweit verliehenen und mit 15  000 Euro dotierten Inklusionsoreis der Gold-Krämer-Stiftung erhalten. Der Preis wurde für den ersten Platz für das Modellprojekt „Inklusive Bildung“ der Stiftung Drachensee in Frechen bei Köln verliehen.

Aus über 200 Bewerbungen aus ganz Deutschland wählte eine renommierte Jury das Modelprojekt Inklusive Bil-dung auf den ersten Platz. Inklusion sei oft nicht selbstverständlich und auch gar nicht so einfach, sagte die Bundesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Verena Bentele. Tatsächlich müsse noch vieles bewegt werden, vieles verändert, manches auch neu geschaffen werden.

Genau dafür bietet das Projekt Inklusive Bildung einen weltweit einmaligen Ansatz an: Es will die „Barrieren in den Köpfen“ abbauen, indem umfassend qualifizierte Menschen mit Behinderungen an Fach- und Hochschulen (künftigen) Lehr-, Fach- und Leitungskräften Inklusion aus erster Hand vermitteln. In Schleswig-Holstein hat sich das Projekt nach nur zwei Jahren breit etabliert und mit 40 Veranstaltungen bereits über 2000 Personen direkt erreicht.

„Über die Ehrung freuen wir uns alle sehr. Der Preis macht uns unglaublich stolz und glücklich. Das ist eine ganz große Anerkennung unserer Bildungsarbeit“, erklärte Marco Reschat, einer der Sieger um Dr. Jan Wullf-Schnabel aus Kiel.

Es ist erklärtes Projektziel, dass, nach Abschluss der dreijährigen Vollzeit-Qualifizierung zur Bildungsfachkraft, die teilnehmenden fünf Menschen mit Behinderungen, die bislang in der Werkstatt am Drachensee tätig sind, ihre Bildungsleistungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erbringen können.

Dr. Jan Wulf-Schnabel verriet auch schon, wofür das Preisgeld verwendet wird: „Das großzügige Preisgeld wird uns helfen, damit das Projekt Inklusive Bildung bundesweit Hochschule macht.“ Bereits jetzt stehe das Projekt mit über 24 Fachschulen, Fachhochschulen und Universitäten direkt in Verbindung, die erklärtes Interesse daran haben, dass qualifizierte Menschen mit Behinderungen auch bei ihnen Unterricht und Lehre leisten. „Noch während der Preisverleihungen wurden wir von weiteren Interes-senten angesprochen. Dafür wollen wir gerne Erfahrungstransfer bieten und Qualifizierungen an weiteren Hochschulstandorten aufbauen.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen