zur Navigation springen

Hundekot ärgert Kinder des Waldkindergartens

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Erst hatten die Kinder des Waldkindergartens gestern ihr Pfandgeld der aus dem Wald gesammelten Pfandflaschen in leckeres Eis umgesetzt, dann ging es zum Bürgermeister. Mit einem ernsten Problem fanden sie aufmerksames Gehör bei Lars Winter. Fabian, Zoe, Lukas und Lars-Ole beklagten sich gemeinsam mit den anderen Kindern sowie ihren Erziehern Christoph Kohrt und Sonja Rohleder-Grimm über Hundekacke im Wald. Sie seien da schon mehrfach hinein getreten – eine echte Schweinerei.

Die Kinder nannten beim Namen, was sie ärgert, nervt oder bewegt. Das hatte auch schon Luther vor 500 Jahren mit den 95 Thesen an der Kirche zu Wittenberg gemacht. Und beim OHA-Projekt „Zeitung im Kindergarten“ waren sie auf die Idee gekommen, den Bürgermeister dazu zu besuchen.

„Wir können nicht im Wald spielen, weil da immer die Hunde hinkacken“, klagt Fabian, der schon öfter in die Haufen getreten war. Zoe hat die Idee, die Hundehalter mit Schildern am Eingang des Waldes auf spielende Kinder hinzuweisen. Lukas findet blöd, dass zu wenige Mülleimer aufgestellt sind, wo die Hundehalter die Kotbeutel hineinwerfen können. Manche Leute lassen die Beutel einfach im Wald liegen. Lukas: „Aber da verrotten die gar nicht.“

Winter freute sich, dass Kinder so über die Probleme sprechen. Es sei der richtige Weg, wenn sich etwas ändern solle. Es sei selbst Besitzer eines Hundes und nehme die Kotbeutel nach dem Spaziergang stets mit nach Hause. Viele Hundebesitzer denken einfach nicht daran, dass die Kinder im Wald spielen, vermutete Winter. Er sagte zu, dass an den Eingängen des Waldes Mülleimer und Spender für Beutel aufgestellt werden.

Lars-Ole brannte der Abenteuerspielplatz am Ende der Danziger Straße unter den Nägeln. Dort sei das abgebaute Klettergerüst nicht erneuert worden. „Die Spielgeräte, die dort eingebaut werden sollen, liegen schon beim Bauhof“, sagte Winter. Es gebe auch Geld im Haushalt der Stadt und es werde gerade geprüft, was noch von dem Geld für die Spielplätze gekauft werden könne.

Fabian klagte über Raser im Appelwarder und zu viele parkende Autos. „Das Parker beruhigen sogar den Verkehr“, zeigte sich Lars Winter verständnisvoll. Ohne parkende Autos würde dort noch schneller gefahren. Es sei dort auch schon von Polizei und Kreis „geblitzt“ worden.

Lukas klagte über schnelle Autos auch am Gänsemarkt. Er hatte auch eine Idee parat: „Man sollte dort ein Brett mit Nägeln über die Straße legen.“ Die Autofahrer müssten auch mehr auf die Beschilderung „Spielstraße“ aufmerksam gemacht werden, wo die Fußgänger Vorrang vor den Autos haben. 

zur Startseite

von
erstellt am 14.Jun.2017 | 15:34 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen