HSV tankt Hoffnung im Uwe-Seeler-Park

Daumen hoch: HSV-Ikone Uwe Seeler gab seinen Namen für die Fußballschule, in der der HSV nun dem Geist von Malente nachspüren will.
Daumen hoch: HSV-Ikone Uwe Seeler gab seinen Namen für die Fußballschule, in der der HSV nun dem Geist von Malente nachspüren will.

Bundesliga-Dino absolviert Trainingslager vor dem Spiel gegen Schalke 04

von
18. Mai 2015, 11:58 Uhr

Im Kampf gegen den Abstieg
aus der Fußball-Bundesliga greift der Hamburger SV zum letzten verbliebenen Strohhalm. Nach der 1:2-Niederlage beim VfB Stuttgart soll der „Geist von Malente“ im sportlichen Existenzkampf helfen.

Am Sonntag fuhr Teammanager Thomas Westphal nach Malente und vereinbarte den Trainingsaufenthalt. In der Saison 2014/15 durchlebt der HSV die schwerste Krise seit Gründung der Bundesliga 1963. Bruno Labbadia ist in der laufenden Serie nach Mirko Slomka, Joe Zinnbauer und Peter Knäbel bereits der vierte Cheftrainer. Schon kurz vor dem Trainerwechsel von Knäbel zu Labbadia war der „Uwe Seeler Fußball Park“ seinerzeit zur Vorbereitung auf das Auswärtsspiel beim SV Werder Bremen im Gespräch gewesen, Bruno Labbadia entschied sich im April aber für Rotenburg an der Wümme.

„Ich hoffe, dass der Geist von Malente den HSV beflügeln wird“, sagte gestern der Präsident des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes, Hans-Ludwig Meyer, als er die Meldung bestätigte. Er räumte allerdings auch ein: „Die Situation ist nicht einfach.“ Soll heißen: Selbst wenn der HSV das Spiel am Sonnabend gegen Schalke 04 gewinnt, ist das Abstiegsgespenst nicht vertrieben. Andere Clubs müssen Schützenhilfe geben, wenn der Dinosaurier der Bundesliga auch im 53. Jahr erstklassig bleiben soll.

Im Uwe-Seeler-Fußball-Park wird morgen eine 40-köpfige Delegation des Hamburger SV erwartet. Das Training soll an allen drei Tagen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Es werde nur eine Pressekonferenz mit Cheftrainer Bruno Labbadia geben, teilte die Pressestelle des Bundesligisten mit.

„Ich drücke alle Daumen, dass von Malente ein Schub positiver Energie für den HSV ausgeht und die Untergangsstimmung verdrängt wird“, sagte Bürgermeister Michael Koch. Als alter Hamburger sei er optimistisch, denn den Abstieg könne er sich gar nicht vorstellen. Seiten 4 und 10

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen