HSG tut sich lange schwer

Auch die Grömitzer Deckung, die sich ihm entgegenstreckt, kann Simon Grage nicht am Abschluss hindern. Fotos: Carsten Bünning
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Auch die Grömitzer Deckung, die sich ihm entgegenstreckt, kann Simon Grage nicht am Abschluss hindern. Fotos: Carsten Bünning

Handball-Landesliga: Holsteinische Schweiz setzt sich nach hart umkämpften Spiel knapp in Grömitz durch

shz.de von
06. Januar 2019, 19:21 Uhr

„Die Mannschaft steckte wohl noch in der Weihnachtspause“, sagte Holstein-Trainer Stefan Risch nach dem Abpfiff. Sein Team tat sich beim 24:22 (9:8)-Erfolg im Ostholstein-Derby der Handball-Landesliga Süd gegen die HSG Ostsee Neustadt/Grömitz II lange Zeit schwer.

Die Gäste waren als Spitzenreiter gegen den Tabelleneneunten klarer Favorit. Doch ein Derby schreibt aber seine eigenen Gesetze, und so dominierten die Gastgeber in der Grömitzer Ostholsteinhalle die Anfangsphase. Über 4:2 (12.) führte die HSG Ostsee beim 6:5 (17.) ein letzten Mal in der ersten Halbzeit. Von da an hatte der Meisterschaftsanwärter zwar leichte Vorteile, doch es war wie schon oft in der Vergangenheit: Die Defensive stand gut, im Angriff hingegen gab es Verbesserungspotential. „Wir haben eine ganz schlechte Leistung gezeigt“, sagte Stefan Risch. Sein Team fand nicht zum gewohnten Tempospiel, agierte behäbig und nahm sich schlechte Wurfchancen. So war die Pausenführung von 9:8 denkbar knapp.

Trotz deutlicher Worte in der Pause wurde es im zweiten Durchgang nicht besser. „Wir haben es einfach nicht geschafft, unser Angriffsspiel mit Tempo zu beleben“, ärgerte sich der Holstein-Trainer. Besonders Fabian Kaiser, Leihgabe aus dem Drittliga-Team, stellte die Holsteiner immer wieder vor Probleme. Nach 45 Spielminuten führten die Gastgeber mit 18:15, und weil die Gästespieler Falko Degner und Fynn Sager zeitgleich je eine Zeitstrafe absitzen mussten. Doch das Team von Trainer Stefan Risch überstand die doppelte Unterzahl schadlos. Dies war der Weckruf: Einem 3:0-Lauf zum Ausgleich folgte etwas später die Führung durch Falko Degner zum 21:20 (56.). Das Spiel blieb spannend. Im letzten Angriff war es dann Fynn Sager, der mit seinem Tor alles klar machte.

„Keiner der Spieler konnte an seine gute Leistung vor der Weihnachtspause anknüpfen“, sagte Stefan Risch kritisch. Die WM-Pause komme seinem Team gelegen. Er will seine Spieler im Training wieder in Form bringen.

Die HSG Holsteinische Schweiz spielte mit den Torhütern Tim Schneider und Marek Malzahn sowie Falko Degner (7), Leon Risch (5/1), Hannes Grunwald, Simon Grage (je 3), Fynn Sager (3/1), Martin Fürst (2), Kevin Kutz (1), Till Dummer, Steffen Engelbrecht, Jan Kunert, Florian Brandt und Fabian Buck.

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