HSG sucht neue Helfer

shz.de von
25. Juli 2018, 10:41 Uhr

Die Handballspielgemeinschaft (HSG) sucht weiterhin nach ehrenamtlichen Helfern. „Meine Arbeit macht mir viel Spaß, aber wie auch viele andere Vereine haben wir mit Schwierigkeiten zu kämpfen“, berichtet die stellvertretende Jugendwartin Julia Gelhardt. „Es fällt uns schwer, neue Mitglieder und weitere Ehrenamtler zur Unterstützung zu finden“, fügt sie hinzu.

Der Ostholsteiner Verein ist in Grundschulen, Kindergärten und auf Veranstaltungen präsent – und dennoch fehlt es dem Verein an genügend Nachwuchshandballern. „Eigentlich läuft es ganz gut“, sagt Julia Gelhardt. Es könne jedoch eben noch besser laufen.

Eutin und Malente, die Heimat der HSG Holsteinische Schweiz, hatte vor Jahren weitaus mehr Handballmannschaften in teilweise hohen Ligen. Weil zu wenig Mitglieder in den Vereinen waren, mussten sich Vereine zusammenschließen.

Julia Gelhardt erzählt, dass die Kinder, die im Verein sind, oft mehr als nur eine Sportart trainieren. „Da bleibt kaum Zeit, eine davon richtig auszuüben“, sagt Julia Gelhardt. Eine Krux, denn viele Vereine versuchen gerade durch ein möglichst hohes Angebot, Mitglieder zu gewinnen. Auch der wachsende Leistungsdruck in der Schule ist in den Vereinen spürbar. „Hausaufgaben nehmen einen großen Zeitraum in Anspruch“, weiß Gelhardt, die selbst eine Tochter hat. Und dann sind da noch die vollbeschäftigten Eltern, die laut Gelhardt teilweise „nicht bereit sind, ihre Wochenenden in der Halle zu verbringen oder ihre Kinder und den Verein zu unterstützen.“
Dabei sei der Sport so wichtig, betont Julia Gerhardt. „Als Trainer beobachtet man ständig, dass sich die motorischen Fähigkeiten der Kinder in den letzten Jahren zurückentwickelt haben. Einfache Aufgaben wie ein Bocksprung stellen die Kids teilweise vor unlösbare Aufgaben. Dabei bedingt die motorische Entwicklung die Entwicklung des Gehirns mit“, weiß die Physiotherapeutin.

Die HSG Holsteinische Schweiz versucht, dem zunehmenden Bewegungsmangel entgegenzuwirken. „Unser Ziel ist es, so viele Kinder wie möglich für unseren Sport zu gewinnen und ihnen den Spaß an der Bewegung zu vermitteln“, fasst Gelhardt zusammen. Dafür notwendig seien Menschen, die genau dies umsetzen. Doch die Suche nach Ehrenamtlern sei schwer.

Zum Glück konnte die HSG auch für das kommende Handballjahr einen jungen Menschen gewinnen, der sein Freiwilliges Soziales Jahr beim Verein absolviert. Weil verschiedene Vereine mit verschiedenen Sparten sich oft eine Halle mit Schulen teilen, sind Hallenzeiten Mangelware. „Da gilt das Gesetz, dass die jüngeren Mannschaften oft schon ab 14.30 Uhr trainieren müssen“, so Julia Gelhardt. Doch kaum ein Erwachsener habe zu dieser Zeit schon Feierabend. Daher ist auch die Trainer-Akquise schwierig. „In großen Vereinen werden teilweise Sportlehrer engagiert, die als hauptamtliche Trainer fungieren. Dass dies auch bei der HSG Holsteinische Schweiz oder einem ihrer Stammvereine in naher Zukunft passiert, ist unwahrscheinlich“, erklärt die stellvertretende Jugendwartin. „Daher würde sich der Verein nicht nur über viel Ballwerfer-Nachwuchs, sondern auch über Unterstützung im Trainingsbetrieb sehr freuen“, sagt sie.

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