Feuer in Heiligenhafen : Hotel evakuiert: Schwieriger Löscheinsatz bei Minusgraden

Schwierig: Das Löschen bei Minustemperaturen.
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Schwierig: Das Löschen bei Minustemperaturen.

Brand in Heiligenhafen: Bei eisiger Kälte löscht die Feuerwehr an einem Vier-Sterne-Hotel.

shz.de von
08. Januar 2018, 11:22 Uhr

Heiligenhafen | Ein Hotel in Heiligenhafen im Kreis Ostholstein ist am Montag gegen 7.15 Uhr wegen eines Feuers evakuiert worden. Nach Angaben eines Polizeisprechers war der Brand am Morgen in einem Anbau im Bereich der Zufahrt des Beach Motels Heiligenhafen aus. In dem Anbau befanden sich Kühl- und Lüftungsanlagen. Nach ersten Erkenntnissen sei von einem technischen Defekt in einer diese Anlagen als Brandursache auszugehen, sagte ein Polizeisprecher.

Meterhoch schlugen die Flammen aus dem Gebäude an die Hotelfassade und durchbrachen auch eine Feuerschutztür. Kilometerweit war eine hohe Rauchsäule zu sehen. Eine Frau erlitt nach Angaben der Polizei eine leichte Rauchgasvergiftung. Sie wurde vor Ort medizinisch versorgt und musste nicht in ein Krankenhaus gebracht werden.

Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften an und konnte das Feuer im angrenzenden Wirtschaftsgebäude löschen. Die holzähnliche Fassade des Hotels besteht aus speziellen, schwer brennbaren Materialien und konnte der Hitzeentwicklung widerstehen. In dem Nebengebäude befindet sich eine Kühlanlage und der Müllschlucker. Aus der Kühlanlage entwich vermutlich auch giftiges Ammoniak.

Eine Wasserfontäne schoss hoch, als ein Hydrant beschädigt wurde.
Foto: Daniel Freiderichs

Eine Wasserfontäne schoss hoch, als ein Hydrant beschädigt wurde.

 

Die Hotelgäste wurden in dem benachbarten Restaurantbetrieb „Bretterbude“ betreut. Die Schäden im Bereich des Nebengebäudes sind hoch. Die unteren Zimmer müssen noch auf Rauchgase und Ammoniak gemessen werden. Schwierigkeiten bereitete den Einsatzkräften zusätzlich der Frost. Löschwasser gefriert innerhalb von Minuten am Boden, Hydranten sind oft zugefroren. Ein Fahrzeug beschädigte am Ende der Löscharbeiten einen Hydranten. Eine meterhohe Wasserfontäne schoss minutenlang hoch.

Angaben zur Brandursache und zur Schadenshöhe lagen zunächst nicht vor. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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