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Ausstellung : Holzkunst von Lisa Lange im Kreismuseum

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Senioren unter den Plönern kennen sie noch: Lisa Lange. Das Kreismuseum widmet der leidenschaftlichen Holzschnitzerin ab kommendem Freitag eine Sonderausstellung unter dem Titel „Geschnitzte Geschichte(n) der Plönerin Lisa Lange“.

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erstellt am 28.Aug.2013 | 00:31 Uhr

Das Kreismuseum Plön widmet der leidenschaftlichen Holzschnitzerin Lisa Lange ab Freitag, 30. August, eine Sonderausstellung unter dem Titel „Geschnitzte Geschichte(n) der Plönerin Lisa Lange“. Gezeigt werden Exponate aus dem Nachlass des in diesem Jahr verstorbenen Sohns der Künstlerin, Jens Lange, der die Werke seiner Mutter dem Museum testamentarisch vermacht hatte. Ergänzt wird die Sammlung durch drei Stücke, die im Frühjahr von Regina Albrecht und Wilfried Langfeldt im Namen ihres Vaters Adolf Langfeldt dem Museum überreicht wurden.

Zu sehen sind sechs etwa ein Meter große Holzfiguren, darunter Herzog Hans Adolf und der Schwarze Trompeter von Plön, Landschaftsdarstellungen und Persönlichkeiten der Plöner Stadtgeschichte sowie fast 30 etwa zehn Zentimeter kleine Holzfiguren. Sie gehören vorrangig zur Sagen- und Märchenwelt der Region, die Lisa Lange in Schnitzereien und Dioramen erzählte und auch den Jahrbüchern für Heimatkunde in den 1960er Jahren beschrieb. So sind beispielsweise eine Sage einer Kräuterjette aus Nehmten und die sogenannten „Pürsdorfer“, die am Fuß des Bungsbergs lebten, dargestellt.

Über Lisa Lange ist nur wenig bekannt. Sie zog im Alter von drei Jahren mit ihren Eltern von Malente in die Plöner Johannisstraße 33. Schon früh stellte sich heraus, dass sie künstlerisch begabt war und wurde 1947 durch einen Besuch der Werkschule in Wilster gefördert. 1951 heiratete sie den Kfz-Meister Gerhard Lange. Ihr Interesse an Kultur und Geschichte, die sie mit ihrem Mann teilte, ließ sie stundenweise im Kreismuseum Plön - damals noch am Schlossberg untergebracht - Aufsicht führen. Im Alter von nur 48 Jahren verstarb die talentierte Künstlerin 1975.

„Ich kann mir gut vorstellen, dass einige Plöner Lisa Lange kannten und wir mehr über sie erfahren können“, hofft die stellvertretende Museumsleiterin Tanja Horn auf zusätzliche Informationen. Ebenso ist sie sich sicher, dass in Plön und der Region noch einige Werke der Holzschnitzerin existieren. Die Ausstellung im Rokoko-Saal ist bis zum 20. Oktober zu sehen. Das Kreismuseum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 12 Uhr sowie zwischen 14 und 17 Uhr geöffnet.


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