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Holger Böttcher appelliert: Schwimmbad weiter betreiben

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Holger Böttcher, Vorsitzender des Turn- und Sportvereines (TSV) Süsel, außerdem Sport-, Schwimm- und Rückenschullehrer („Gesundheitsprävention Süsel“), will sich mit der Schließung des Bewegungbades im Krankenhaus Middelburg nicht abfinden. In einem Brief vor allem an den Vorstandsvorsitzenden der Sana-Aktiengesellschaft, Thomas Lemke, bittet er darum, das Bad wieder in Betrieb zu nehmen – wenigstens bis zu dem Zeitpunkt, an dem das Krankenhaus von Middelburg nach Eutin verlegt werden soll.

Vergangenes Jahr habe er mehrfach auf eine bevorstehende Schließung des Bewegungsbades in Middelburg hingewiesen. Das Krankenhaus ist noch in der Trägerschaft des Deutschen Roten Kreuzes, wird aber geraume Zeit schon von den Sana-Kliniken verwaltet.

Nach mehrmaligem Hinauszögern und Vertrösten sei der vermutete und seitens der Sana-Klinik beabsichtigte Punkt eingetreten: Das Bewegungsbad sei Anfang 2017 definitiv geschlossen und das Wasser aus dem Becken gelassen worden. Böttcher: „Für meinen Sportverein, TSV Süsel, und für meine Gesundheitsprävention Süsel bedeutet dies, dass mein Verein seine Schwimmsparte mit den Gruppen Eltern-und-Kind-Schwimmen, Wassergewöhnung und Anfängerschwimmen einstellen musste. Meine Kinderschwimmkurse finden nur noch bedingt im Elisabeth-Krankenhaus in Eutin statt. Auch hier hat man angeblich aus technischen Gründen die Nutzungszeiten reduziert.“

Bisher hätten jährlich 150 bis 200 Kinder im Verein oder in seiner mit dem TSV kooperierenden Schwimmschule das Seepferdchen oder das Schwimmabzeichen Bronze erworben. Dies sei nun leider nicht mehr möglich, die Zahl der Kinder habe sich deutlich reduziert.

Mittlerweile sei der Plan bekannt geworden, dass die Klinik vermutlich in drei Jahren zur Sana-Klinik nach Eutin verlegt und Middelburg vollständig dicht gemacht werde solle. Böttcher weiter: „Ich möchte Sie bitten, sich dafür einzusetzen, dass wenigsten noch für diesen Zeitraum bis zur Verlegung nach Eutin das Bewegungsbad wieder in Betrieb genommen wird und somit nach den Sommerferien dort wieder Schwimmbetrieb und Aquafitness für die ältere Generation möglich ist. Bisher haben die dortigen Verhältnisse immer ausgereicht. Eine weitere Inbetriebnahme für circa drei Jahre müsste auch ohne große Investitionen möglich sein.“

In seinem Berechnungsmodell, das er am 14. März dem Verwaltungsleiter Kermit Behnisch in Middelburg zugestellt habe, seien jährlich Einnahmen von rund 20    000 Euro durch Gastnutzer enthalten. Das würde die von der Klinik veranschlagten Unterhaltungskosten deutlich reduzieren. Böttcher hat seinen Brief nicht nur an den Sana-Vorsitzenden, sondern auch an Dr. Thomas Schang von der Landesärztekammer, den Präsidenten des Landesschwimmverbandes, Steffen Weber, sowie den Süseler Bürgermeister Holger Reinholdt geschickt.

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erstellt am 01.Jul.2017 | 15:02 Uhr

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