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Ostholsteiner Anzeiger

21. November 2017 | 00:16 Uhr

Feuerwehr : Hohes Lob für Jugendwehr

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Treffen der Gemeindewehr Bosau: Bürgermeister Schmidt würdigt menschliche Solidarität der Jugendlichen.

von
erstellt am 23.Mär.2014 | 10:07 Uhr

Mit 218 Aktiven und einem Frauenanteil von 10,3 Prozent in den acht Ortswehren der Gemeinde Bosau zeigte sich Gemeindewehrführer Andreas Riemke zwar zufrieden, sieht aber für die Zukunft Handlungsbedarf bei der Mitgliederwerbung. Nur mit mehr Frauen und einer guten Jugendarbeit bleibe die Einsatzstärke der Wehren gesichert, betonte Riemke beim Jahrestreffen der Gemeindewehr.

In seinem Bericht brach der Gemeindewehrführer mit Blick auf politische Diskussionen eine Lanze für den Erhalt der Ortswehren, um den Brandschutz flächendeckend zu gewährleisten. Die Kommunalpolitiker sollten den Dialog mit der Feuerwehr suchen, mahnte er.

Von Mittel- und Großbränden seien die Wehren 2013 ebenso verschont geblieben wie von Fehlalarmen, informierte Riemke in seinem Jahresbericht. Insgesamt rückten die Blauröcke zu 80 Einsätzen aus, davon 58 Hilfeleistungen wie Unwettereinsätze (31), Verkehrsunfälle (4) und zu Türöffnungen zur Personenrettung (5). Außerdem bildeten sich die Feuerwehrleute bei 164 Lehrgängen auf Kreis- und Landesebene fort.

„Polizisten können nach ihrem Nachtdienst ins Bett gehen, die Feuerwehrleute gehen danach zur Arbeit. Dafür verdienen sie hohe Anerkennung“, brachte Michael Martins, Leiter der Polizei-Zentralstation Eutin, die hohe Einsatzbereitschaft der Feuerwehrleute auf den Punkt.

„Ihr seid ein Vorbild für uns alle“, richtete Bürgermeister Mario Schmidt seine Worte vor allem an die 23 Mitglieder der Jugendabteilung. Sie hätten ihn im Vorjahr mit einem „Beispiel gelebter Menschlichkeit“ beeindruckt. Eine ihrer Kameradinnen, die aufgrund einer Krebserkrankung aus der Wehr austreten wollte, sei von den anderen Jugendlichen zum Bleiben überzeugt worden. Während der schweren Krankheit spendeten sie ihr Trost und Zuversicht. Darüber hinaus sammelte die Jugendwehr Geld- und Sachspenden und überbrachten es einer Kinderkrebsstation. „Die Jugendfeuerwehr hat durch diesen Einsatz gezeigt, dass sie im besten Sinne das darstellt, was Feuerwehr ausmacht: Hilfsbereitschaft am Nächsten, Kameradschaft gegenüber anderen Wehrmitgliedern und Einfallsreichtum in einer schwierigen Situation“, so Schmidt.

„Als Jugendwart bin ich stolz darauf, wie die Jugendlichen mit der Situation umgingen“, sagte Rainer Ziegler und begrüßte die mittlerweile gesundete 16-Jährige wieder in den Reihen der Jugendwehr. „Das, was ich mit Euch erleben durfte, das kann mir keiner nehmen“, kündigte Ziegler dann voller Emotionen seinen Rücktritt als Jugendwart zum 1. Juli an. Berufliche, familiäre und gesundheitliche Gründen ließen es für ihn nicht mehr zu, weiter zu machen, bedauerte er.

Eine große Ehrung gab es für Ulrich Horstmann, der durch Ehrenmitglied Karlheinz Mielke mit dem Schleswig-Holsteinischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold ausgezeichnet wurde. Horstmann ist seit 37 Jahren Mitglied der Feuerwehr Liensfeld-Kieckbusch und führte diese zwischen 1998 und 2010 als Ortswehrführer. Zugleich gehört er seit 2008 als stellvertretender Zugführer der 8. Feuerwehrbereitschaft der Kreisfeuerwehr Ostholstein an.

Zum Hauptlöschmeister*** wurde Bastian Wroblewski (Wehr Bosau-Kleinneudorf) befördert. Matthias Manara (Brack-Klenzau) erhielt neue Schulterstücke als Hauptlöschmeister**. Fabian Riemke (Thürk) wurde zum Oberlöschmeister und Daniel Enninga (Liensfeld-Kieckbusch) zum Löschmeister ernannt. Andreas Erp (Hutzfeld-Brackrade wurde zum Hauptfeuerwehrmann***, Ralph Herzfeld (Bosau-Kleinneudorf) zum Oberfeuerwehrmann befördert.

Zum Nachfolger des langjährigen und 2013 verstorbenen Schriftwarts der Gemeindewehr, Jürgen Ziegler, wurde Dr. Bernd Krützfeldt von der Feuerwehr Thürk einstimmig gewählt. Dort hat er seit 1979 Erfahrungen als Schriftwart.




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