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Eutin : Höherer Etat für die Landesgartenschau

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ausgaben und Einnahmen werden jetzt mit jeweils 8,9 Millionen Euro kalkuliert.

von
erstellt am 11.Apr.2015 | 12:00 Uhr

Eutin | Die Landesgartenschau in Eutin wird deutlich teurer, erzielt aber auch erheblich mehr Einnahmen als bisher geplant. „Unsere Planzahlen werden immer genauer. Wir gehen nach wie vor von einer schwarzen Null in der Endabrechnung aus“, sagte Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz dem OHA.

Der Wirtschaftsplan des städtischen Unternehmens, das seit 2013 mit der Organisation der Gartenschau 2016 betraut ist, ist unversehens kräftig gewachsen: Die gemeinnützige LGS GmbH kalkuliert nun mit einem Gesamtetat von 8,9 Millionen Euro – fast zwei Millionen Euro mehr als noch vor einem Jahr veranschlagt. Erstaunlich: Diese Steigerung wurde ohne lautes Murren von den Stadtvertretern im Hauptausschuss gebilligt. Diese Ruhe im Rathaus führt Bernd Rubelt, Geschäftsführer der LGS GmbH, auf die Überzeugungskraft der von neuen Gutachten unterfütterten Kalkulationen zurück. So rechne man zwar weiterhin mit insgesamt 600  000 Gartenschau-Besuchern, sei aber aufgrund frischer Analysen optimistischer geworden, was den Verkauf von Dauerkarten angehe: „Nicht jeder Besucher wählt nur das 16 Euro teure Tagesticket.“

Trotz „unverändert konservativer“ Erlös-Kalkulationen könne man inzwischen besser abschätzen, was neben den Eintrittsgeldern an Einnahmen durch Sponsoring, Vermarktungsrechte und Gastronomiekonzessionen zu erzielen sei. Auf der anderen Seite werde durch die Auftragsvergaben auch der Kostenrahmen immer klarer. Rubelt: „Da spielt auch der Mindestlohn mit hinein, den fast alle unsere Auftragnehmer zahlen müssen.“ Die laufende Konkretisierung der Plandaten zeige: „Die wirtschaftliche Unternehmung Landesgartenschau wird größer, aber für die Stadt wird das keinen Mehraufwand bedeuten.“

Derzeit geht die Stadt für ihre LGS GmbH in Vorleistung. Rund 3,5 Millionen Euro aus ihrem Haushalt sind bereits dafür bewilligt worden, im ersten Halbjahr 2016 sollen wohl 2 Millionen Euro folgen. Das LGS-Unternehmen soll die Vorfinanzierung verzinst zurückzahlen.

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