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Ostholsteiner Anzeiger

23. August 2017 | 14:03 Uhr

Eutin : Höchste Ehre für Heino Kreutzfeldt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eutins Gemeindewehrführer wurde von Thorsten Plath mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold ausgezeichnet

Mehr geht nicht, sagte Kreisbrandmeister Thorsten Plath und zeichnete Eutins Gemeindewehrführer Heino Kreutzfeldt mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold aus. Der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes würdigte mit der höchsten Feuerwehrehre, die ein Feuerwehrmann nur bekommen kann, die Verdienste des überraschten Kreutzfeldts um das Feuerwehrwesen. Er sei am 9. Oktober 1969 in die Feuerwehr eingetreten und habe 36 Jahre im Vorstand Verantwortung übernommen. Seit 2001 ist Kreutzfeldt Gemeindewehrführer.

Der Glanz der Ehrung machte fast vergessen, dass die Jahresversammlung der Gemeindefeuerwehr am Freitagabend gar nicht beschlussfähig war. 52 der 126 aktiven Mitglieder waren dabei – es fehlten elf bis zur Beschlussfähigkeit, bedauerte Heino Kreutzfeldt. Die Versammlung zog er trotzdem durch. Beschlüsse allerdings konnten nicht gefasst werden, ebenso nicht die Entlastung des Vorstandes. Das werde nachgeholt.

Geehrt wurden außerdem Eutins Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz mit der Florians Medaille der Jugendwehr Schleswig-Holstein für sein Engagement für die Feuerwehren. Das Brandschutzehrenzeichen in Gold verlieh Schulz zuvor an Holger Reimer. Zehn Jahre ist Carsten Raettig in der Feuerwehr dabei. Neben dem Dienstgradabzeichen wurde er nach erfolgreichen Lehrgängen gemeinsam mit Adrian Redepenning auch zum Hauptfeuerwehrmann ** befördert.

Heino Kreutzfeldt berichtete über 126 Einsatzkräfte (ein Minus von zwei), die im vergangenen Jahr 309 Einsätze fuhren. Sie leisteten 26  000 ehrenamtliche Stunden für die Allgemeinheit. Kreutzfeldt klagte über die niedrige Mitgliederzahl: „Das ist nach wie vor zu wenig, zumal viele der aktiven Kameraden nicht in Eutin arbeiten und tagsüber schwer verfügbar sind.“ Zwölf Einsatzkräfte haben im vergangenen Jahr die drei Ortswehren verlassen, zwölf neue Helfer traten ein.

Kreiswehrführer Thorsten Plath dankte – 100 Tagen im Amt – den Einsatzkräften der Wehren aus Eutin, Neudorf und Fissau-Sibbersdorf für die vielen ehrenamtlichen Stunden. Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz schloss sich genau 100 Tage vor Eintritt in seinen Ruhestand an. Themen wie neues Feuerwehrhaus, Wasserrettung, Reisekostenvergütung und Einsatzstelle für das Feuerwehrboot seien bearbeitet worden.

In drei bis vier Wochen, so Schulz, sei der Zugang zum Wasser eingebaut, um auch während der Landesgartenschau vom Wasser aus einsatzbereit zu sein. Er habe ein bisschen Wehmut so kurz vor seinem Eintritt in den Ruhestand, verabschiedete sich Klaus-Dieter Schulz von der Gemeindewehr. In den 14 Jahren seiner Amtszeit in Eutin habe die Feuerwehr stets eine gute Arbeit geleistet, zeigte sich Schulz dankbar und blickte auf große Brände wie Voss-Haus vor zehn Jahren, Weidestraße, Michaeliskirche oder alte Schäferei zurück. „Mein Nachfolger kennt sich als Feuerwehrmann noch besser auch, als ich“, versprach Bürgermeister Schulz.  

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erstellt am 22.Apr.2016 | 22:56 Uhr

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