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Ostholsteiner Anzeiger

19. November 2017 | 22:45 Uhr

„Hochkarätige Beiträge“ für Reithalle

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Preisgericht kürt drei Sieger-Entwürfe im Wettbewerb zur Neugestaltung der Schlossterrassen / Sanierung kostet 4,3 Millionen Euro

shz.de von
erstellt am 12.Mai.2017 | 15:54 Uhr

Geht es nach den strahlenden Gesichtern der Mitglieder des Preisgerichts, wurden gestern gute Entscheidungen getroffen: Die historische Reithalle, wie die als Schlossterrassen bezeichneten Veranstaltungsräume seit dem Sanierungswunsch der Stadt genannt werden, soll zu einem multifunktionalen Veranstaltungsort für Konzerte, Kongresse und Vereinsfeiern werden. Und gestern nahm eine Jury, bestehend aus Architekten, Lokalpolitikern, Denkmalschützern und dem Bürgermeister, seit um 10 Uhr die eingereichten Entwürfe und Modelle unter die Lupe. Gegen 17 Uhr stand ein Sieger sowie ein zweiter und dritter Platz fest. Wer sie sind und welche Entwürfe die Planer eingereicht haben, werde in der kommenden Woche bekannt gegeben, sagte Stadtmanagerin Kerstin Stein-Schmidt.

Professor Bernhard Winking, Vorsitzender der Jury, gratulierte der Stadt zum „hohen Niveau der Entwürfe“. Eutin könne sich freuen, „so hochkarätige Beiträge bekommen zu haben“, sagte der Architekt, der den 1. Preis als „bescheiden, aber eindrucksvoll und realisierbar“ kennzeichnete. Auch Platz 2 und 3 hätten große Chancen, die Entwürfe seien weitgreifend.

Bernd Rubelt saß als Vertreter des Bauamtes im Fachpreisgericht und freute sich ob der „tragfähigen Diskussion“ innerhalb der Jury. Die drei Siegerentwürfe würden nun neu verhandelt, die Überarbeitung fließe dann in ein rechtliches Vergabeverfahren ein. Nach der Sommerpause könne bereits der Bauausschuss darüber entscheiden, so Rubelt. Die Sanierungsarbeiten sollen – gefördert durch Städtebaufördermittel – bereits im Frühjahr 2018 beginnen. Die Fertigstellung der Maßnahme ist laut Ausschreibung für das 1. Quartal 2020 vorgesehen. Das vorläufige Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 5,1 Millionen Euro. 4,3 Millionen macht zurzeit allein die Planung und die Sanierung des Gebäudes aus, sagte Rubelt. „Worüber noch beraten werden muss, ist die Ausstattung – Elektronik, Bestuhlung und Gebäudetechnik.“

Die Ausschreibung für den sogenannten „hochbaulichen Realisierungswettbewerb mit freiraumplanerischem Anteil“ bereitete das Hamburger Büro Drost Consult GmbH vor. Angeschrieben wurden insgesamt 13 Architekturbüros aus ganz Deutschland von Kappeln bis Stuttgart und von Hagen bis Leipzig. Sie sollten sich Gedanken machen über die künftige Eingangssituation, den Innenhof und das Innenleben der historischen Reithalle. Die vielfältigen Anregungen aus der Bürgerbeteiligung im vergangenen November sind mit eingeflossen in die Planungen. „Das in die Jahre gekommene Gebäude soll denkmalgerecht instandgesetzt und zu einem Kultur- und Veranstaltungszentrum für den Gemeinbedarf entwickelt werden“, sagte Stein-Schmidt.

In dem denkmalgeschützten Gebäude und einen möglichen Erweiterungsbau sollen die verschiedensten Veranstaltungen unterschiedlichster Größe – auch parallel – ermöglicht werden. So sollen Theater- und Tanzveranstaltungen, Konzerte, private Feiern, aber auch Gremiensitzungen, Messen, Kongresse und Vereinsfeiern in der ehemaligen Reithalle stattfinden. „Eine möglichst hohe Flexibilität ist gewünscht“, sagte Stein-Schmidt. Ein großer Saal und zwei kleinere sollen dies ermöglichen. Angedacht sei auch eine Catering-Küche.

Uneins sind die Planer noch über die Zugangssituation – ob die Besucher nun durchs Portal zur Stadtbucht hin oder durch das zum Schloss hin das Gebäude betreten sollen.

Nicht nur die Jury, sondern auch die Eutiner dürfen sich ihr Urteil über die Entwürfe bilden: Vom 26. Juni bis zum
5. August werden die Beiträge der Architektenbüros in einer Ausstellung in der Kreisbibliothek der Öffentlichkeit vorgestellt.

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