Eutin : Historischer Fund verzögert Umbau

Der Siegerentwurf des Büros PFP Planungs-GmbH aus Hamburg dient nun als Grundlage für die Sanierung der Reithalle.
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Der Siegerentwurf des Büros PFP Planungs-GmbH aus Hamburg dient nun als Grundlage für die Sanierung der Reithalle.

Unterm Putz des im Volksmund als „Schlossterrassen“ bekannten Gebäudes wurde Fachwerk aus dem Baujahr um 1832 entdeckt.

shz.de von
24. November 2018, 09:36 Uhr

Die Sanierung der Schlossterrassen wird sich verzögern, darüber informierte Bauamtsleiter Henning Schröter die Mitglieder des Bauausschuss am Mittwochabend kurz. Die gute Nachricht folgte prompt: Die Absolventen der Eutiner Schulen können ihre Abschlussfeier dann immerhin im nächsten Sommer noch in den historischen Gefilden feiern, bevor im Herbst dann mit den Sanierungsmaßnahmen begonnen werden soll.

Bei einer sogenannten Bauteilöffnung – dem stichprobenartigen Blick hinter Putz und Tapete – ist aus Denkmalschutzsicht „erhaltenswertes Gebälk“ zum Vorschein gekommen. Das habe zur Folge, dass im oberen Bereich der Gebäudeteile in Richtung See und vermutlich auch im Bereich des bisherigen Neustettiner Heimatmuseums umgeplant werden müsse. „Wir sind derzeit in Abstimmung mit dem Denkmalschutz und hoffen, das bis Jahresende fertig zu haben, damit wir in der nächsten Sitzung im Januar die neuen Planungen vorstellen können, sagte Schröter. Die Umplanungen beträfen nur „die Innereien“, nicht das Äußere.

Den Wettbewerb zur Sanierung der historischen Reithalle, wie die Schlossterrassen seit Abriss des gleichnamigen Café-Anbaus aus den 70er Jahren genannt werden, hatte das Hamburger Architektenbüro PFP mit Professor Joachim Friedrich gewonnen, das derzeit auch am Wettbewerb zur Gestaltung des Inklusionshotels an der Stadtbucht teilnimmt.

Ziel des Umbaus sowie der denkmalgerechten Sanierung der historischen Reithalle ist es, für Eutin einen multifunktionaler Veranstaltungsort und Kultursaal zu schaffen, damit es möglich wird Veranstaltungen unterschiedlichster Größe wie Messen, Kongresse, Theater- und Tanzveranstaltungen, private Feiern, aber auch Gremiensitzungen, Konzerte und Vereinsfeiern ausrichten zu können. Für diese Veranstaltungen soll eine Catering-Küche – keine feste Gastronomie – ebenso Platz finden. Nach den Abschlussfeiern 2019 soll im Sommer/Herbst mit den Abrissarbeiten des alten Anbaus (derzeit WC-Anlagen) begonnen werden, bevor die Sanierung beginnt. Die ursprüngliche Fertigstellung im ersten Quartal 2020 für das 5,1 Millionen Euro teure Projekt wird sich durch die historischen Funde und notwendigen Umplanungen vermutlich um ein Jahr verschieben.

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