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Ostholsteiner Anzeiger

22. November 2017 | 19:43 Uhr

Hirsch schoss international

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Malenter Armbrustschütze verpasst in Innsbruck das Finale der „Austria Open“ nur um einen Ring

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2016 | 19:38 Uhr

Harte Schießsportwochen hat der 32-jährige Christian Hirsch aus Ottendorf bei Kiel als Armbrustschütze im Team des SV Malente hinter sich. Seine beständigen Leistungen in der Armbrustliga Nord haben ihn auch ins Visier des Deutschen Schützenbundes befördert. Nach Gewinn von Kreis- und Landesmeisterschaft ging es jetzt auf die Reisen zur Europameisterschaftsausscheidung nach Freiburg und zum internationalen Wettkampf „Austria Open“ nach Innsbruck.

Auf Kreisebene überzeugte Hirsch bei den Männern mit 395 Ringen als Ostholsteinmeister vor dem Malenter Marco Falkenhagen mit 388. Beide waren bei den Landestitelkämpfen mit 386 Armbrustringen gleichauf, Gold gab es für Christian Hirsch nur wegen seiner besseren letzten Serie von 96:94.

Bei den Frauen zeigte die bisherige Juniorin Mara Schliemann gleich ihr Können. Sie setzte sie sich mit 391:381 Ringen gegen ihre Malenter Teamkollegin Carina Casten durch. Für den Kreis-schützenverband fiel Bronze durch den Kassauer Junior Paul Venohr ab.

Heike Henningsen unterlag in der Altersklasse dem Lübecker Sören Hochwald mit 377:340 klar. In der Seniorenklasse staubten die Malenter Werner Walter mit 376 und Wolfgang Langenfeld mit 364 Zählern Gold und Silber ab. Ob diese Resultate für einen Startplatz bei der deutschen Meisterschaften in München reichen, muss abgewartet werden. Der Landestitel in der Teamwertung ging an den Schützenverein Malente mit Hirsch, Falkenhagen und Schliemann bei 1163 Ringen sicher vor den Lübeckern mit 1123 und Malente II mit 1121.

Bei der Europameisterschaftsausscheidung in Freiburg konzentrierte sich Christian Hirsch mit seinem 6,5 Kilogramm schweren Sportgerät besonders. „Ich habe meinen neuesten Carbonbolzen eingesetzt und wollte mir so eine Fahrkarte für eine internationale Berufung sichern“, sagte er. Sein Trainer lobte den sechsten Rang gegen die starke nationale Konkurrenz, auch wenn nur drei Schützen den weiteren Weg zur EM gehen. „Wir wollen in diesem Jahr alles tun, damit Christian Hirsch seine Wettkampferfahrung noch steigern kann. Der Start in Innsbruck bei den Austria Open ist vor den deutschen Titelkämpfen in München so eine Prüfung.“

In Innsbruck schrammte Hirsch mit 581 Ringen nach 60 Schüssen auf die einen halben Millimeter kleine Zehn als Zehnter um einen Ring am Finale vorbei. Seine letzten Tests vor den Titelkämpfen in München ist die fünfte Runde in der 1. Armbrustliga Nord und danach die Finalrunde in Niedersachsen.

Warum schießt Christian Hirsch neben Luft- und Kleinkalibergewehr auch die Armbrust? „Diese Disziplin ist reizvoll, es ist die gleiche Scheibengröße wie beim Luftgewehrschießen, allerdings auf zehn Meter Entfernung, aber technisch muss man so präzise sein wie beim Kleinkalibergewehr auf 50 Metern. Ich habe Lust auf diese Wettbewerbe.“

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