Wilhelm-Wisser-Gemeinschaftsschule : "Himmel und Hölle" erwünscht

Schauten den  Glücksbringern Jule und Jannis über die Schulter: (hinten v. l.) Erika Jahnke, Helmut Groskreutz, Nicole Tobias, Michaela Maack, Manfred Flessau, Christiane Tesnau und Sabine Hirner.  Foto: Dorthe Arendt
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Schauten den Glücksbringern Jule und Jannis über die Schulter: (hinten v. l.) Erika Jahnke, Helmut Groskreutz, Nicole Tobias, Michaela Maack, Manfred Flessau, Christiane Tesnau und Sabine Hirner. Foto: Dorthe Arendt

Der Schulverein nimmt Schülerwünsche für den Pausenhof ernst. Schulleiterin Jahnke pocht auf einen Umbau der Turnhalle bis 2012.

shz.de von
07. Februar 2011, 11:28 Uhr

eutin | Wie kann man die Pausenqualität verbessern? Das wollte der Schulverein der Wilhelm-Wisser-Gemeinschaftsschule von den Schülern wissen. Dazu hat der Verein 738 Fragebögen hat verteilt, an jeden Schüler einen. Und über 700 zurückbekommen.

"Wir hätten eigentlich damit gerechnet, dass auch viele Quatschzettel dabei sind", berichtet Christiane Tesnau, Vorsitzende des Schulvereins. Es seien zwar auch Wünsche wie Sofas und Fernseher in den Klassenzimmern, ein Eisautomat oder "Handy- und Kaugummiverbot aufheben" dabeigewesen. "Aber auch sehr viele wertvolle Vorschläge, die wir ohne großen Aufwand mit unseren Mitteln umsetzen können", erläutert Tesnau. Über Spenden und Mitgliedsbeiträge finanziert der gemeinnützige Verein Dinge, die der Schulträger nicht anschaffen kann.

Erfreut sind die Mitglieder des Vereins darüber, dass die meisten Schüler sich offenbar bewegen möchten. Sowohl in Form von Arbeitsgemeinschaften - Schwimmen, Tanzen, Fußball und Tischtennis wurden am häufigsten genannt - als auch auf dem Pausenhof stehen Bewegungsspiele ganz oben auf der Wunschliste. Das Hüpfspiel "Himmel und Hölle", Gummi-Twist oder einfach "Bälle" hätten Schüler auf die Frage "Welche Materialen oder Spielgeräte schlägst du zur Verbesserung der Pausenqualität vor?" geantwortet. "Wir haben einen großen Verschleiß an Bällen", berichtet Schulleiterin Erika Jahnke.

Außerdem haben die Schüler um Basketballkörbe und Fußball-Tore gebeten - und um einen Weichboden auf dem Schulhofbereich vor der Turnhalle. Die Weichboden-Alternative zum asphaltierten Schulhof für Pausenhof-Sport befürwortet auch Schulleiterin Jahnke. "Der Turnhallenumbau steht an, und dann ist der ganze Schulhof sowieso eine riesige Baustelle", sagt sie. Das sei die Gelegenheit, auch einen anderen Boden zu installieren.

Und wenn es nach Erika Jahnke geht, sollte diese Gelegenheit und der Turnhallenumbau bald kommen: "Ich poche darauf, dass die Turnhalle fertig ist und wir eine Mensa haben, wenn im August 2012 die ersten 7. Klassen von der Schule am See hierher auf den Berg kommen", verdeutlicht die Jahnke. "Das kann nicht so schläfrig vonstattengehen, wie wir das bei anderen Projekten erlebt haben", ist ihre Ansage an die Schulträgerin, die Stadt Eutin.

Alles andere als schläfrig will der Schulverein die Projekte umsetzen, die er erfüllen kann. Die Ergebnisse sollen bereits Anfang März feststehen. Und die Mithilfe der Schüler wird belohnt: Aus einem ganzen Haufen beantworteter Fragebögen haben Jule und Jannis Tobias zehn herausgefischt - die Absender gewinnen je einen Kinogutschein und werden von der Schule benachrichtigt.

Momentan zäht der Schulverein rund 350 Mitglieder, der Mitgliedsbeitrag kostet einen Euro im Monat. "Es könnten aber noch mehr Eltern mitmachen", findet Christiane Tesnau. Interessierte melden sich unter Telefon 04521/2085.

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