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Ostholsteiner Anzeiger

12. Dezember 2017 | 09:52 Uhr

Hiller-Schule: Die WC-Anlage wird saniert

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 29.Apr.2015 | 18:05 Uhr

Die Sanierung der Toilettenräume stand schon lange auf der Wunschliste n der Friedrich-Hiller-Schule. Seit der Einweihung 1974 ist dort nichts Wesentliches verändert worden. Nun hat die Schulverbandsversammlung nach einigen Planungsvarianten den Weg für eine grundlegende Sanierung frei gemacht.

Einmütig wurde beschlossen, den Architekten Hans-Joachim Michaelsen, der die Kosten auf 84  000 Euro schätzt, unverzüglich mit der Ausschreibung zu beauftragen. Lediglich Kathrin Seehusen (SPD) enthielt sich. Auf der nächsten Sitzung des Schulverbandes in Juni sollen die Aufträge für die Baumaßnahmen während der sechswöchigen Sommerferien erteilt werden.

Unter den Eltern wurde bereits die Befürchtung laut, die Maßnahme könnte erneut verschoben werden, da die aktuelle Kostenschätzung 34  000 Euro über den bereitstehenden Haushaltsmitteln liegt. Dem hielt Schönwaldes Bürgermeister Hans-Alfred Plötner (CDU) jedoch markig entgegen: „Die Toiletten müssen umgebaut werden, unabhängig von den Kosten.“

Dennoch schilderte Christina Wörz, begleitet von weiteren Mitgliedern des Schulelternbeirates, wie die Schüler auf die Situation reagieren. Es gebe bereits Kinder, die den Schulbesuch mit Blick auf den unangenehmen Toilettengang verweigerten oder sich diesen verkniffen. Die unangenehme Folge: Blasenentzündung. Neben den sichtbaren Mängeln wies Wörz erneut auf den teilweise unerträglichen Geruch in der WC-Anlage hin.

Diesen Kritikpunkten hatte Architekt Hans-Joachim Michaelsen bereits Rechnung getragen und neben der Erneuerung von Sanitärobjekten und Fliesen auch eine Erweiterung der Lüftungsanlage und den Austausch der Trennwände geplant. Einige von ihnen sind aufgequollen; vermutlich auch durch Urin.

Wie wichtig den Eltern die Baumaßnahme ist, wurde durch das Angebot deutlich, den Rückbau zu übernehmen. Innerhalb weniger Tage hätten bereits zwei Väter ihre Hilfe zugesagt. Dazu wird es aber wohl nicht kommen müssen. Zur Finanzierung hatte Bauamtsmitarbeiter Oliver Pielstiker gute Nachrichten. Nach Auskunft des Kämmerers Christian Drews mache der nun geplante Umfang der Arbeiten aus einer Unterhaltungsmaßnahme eine Investition. Somit müssten die Kosten nicht einmalig im laufenden Jahr durch den Schulverband, und somit die Gemeinden Schönwalde und Kasseedorf, aufgebracht werden, sondern könnten langfristig finanziert werden. Bei einer Laufzeit von 30 Jahren bedeute das bei 0,15 Prozent Zinsen eine jährliche Belastung von 2800 Euro. Diese Mitteilung machte den Mitgliedern der Verbandsversammlung die Entscheidung merklich leichter und ließ die Kostensteigerung von 68 Prozent gegenüber dem bisherigen Kostenansatz fast in den Hintergrund treten.


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