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Ostholsteiner Anzeiger

18. Dezember 2017 | 16:20 Uhr

Hilfe – schnell und unbürokratisch

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Mutter von zwei Kindern musste ins Krankenhaus / Kinderschutzbund fand schnell dank Unterstützungsfonds eine tragfähige Lösung

von
erstellt am 21.Dez.2013 | 00:33 Uhr

Viel schlimmer konnte es kaum kommen: Ausgerechnet in der Adventszeit, wenn sich „alle Welt“ auf das Weihnachtsfest vorbereitet, geriet eine vierköpfige Familie in Ostholstein in Not: Die Mutter musste überraschend ins Krankenhaus, und das für längere Zeit.

Henning Reimann, Geschäftsführer des Kinderschutzbundes Neustadt, Kreisverband Ostholstein, schildert diesen hoch aktuellen Fall: „Das routinierte Familienleben der jungen Familie änderte sich sehr abrupt. Im Alltag hatte die Mutter die beiden Kinder versorgt und betreut, während der Vater für das Familieneinkommen sorgte. Mit der unerwarteten Krankhauseinweisung brach nun das gesamte Familienmanagement zusammen: Neben den großen Sorgen um die Gesundheit seiner Frau stand der Vater der zwei Kinder nun vor Betreuungsproblemen, die schnell gelöst werden mussten. Großeltern und andere Verwandte leben leider so weit entfernt, dass sie nicht in Frage kamen.

Damit der Vater seinem Beruf weiter nachgehen kann, brauchte es eine schnelle und unkomplizierte Hilfe. Da eines der Kinder bereits eine Offene Ganztagsschule des Deutschen Kinderschutzbundes besucht, wandte er sich hilfesuchend an uns. Wir konnten innerhalb kürzester Zeit die Betreuung beider Kinder gewährleisten und beitragsfrei stellen. Beide werden nun bis zur Rückkehr der Mutter aus dem Krankenhaus bei uns in der Einrichtung betreut und können bis 17 Uhr ihren Tag hier verbringen, Hausaufgaben erledigen und am vielfältigen Freizeitprogramm teilnehmen. Auch wenn die Kinder und ihr Vater das Weihnachtsfest in diesem Jahr nicht gemeinsam mit ihrer Mutter feiern können und eine schwere Zeit noch immer vor sich haben, freuen wir uns dennoch, dass wir in diesem Fall in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten zumindest ein Teil der Probleme schnell und unbürokratisch gelöst werden konnten. Wir hoffen, dass dies auch bei vielen weiteren Familien, die in Notlagen kommen, in Zukunft gelingen wird.“

Es sind solche Notfälle, für die der Kinderschutzbund den Elternunterstützungsfonds eingerichtet hat. Der wird allein von Spenden gespeist. Bisher reicht das Geld aber nicht einmal für alle Kinder, deren Eltern bereits Unterstützung aus dem Fonds bekommen, ganz zu schweigen von neuen Kindern, denen dringend der Besuch einer OGS ermöglicht werden müsste.

Deshalb bittet der Ostholsteiner Anzeiger erneut seine Leserinnen und Leser darum, für den Elternunterstützungsfonds zu spenden. Jede noch so kleine Spende ist willkommen und wertvoll.

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