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Ostholsteiner Anzeiger

20. Oktober 2017 | 00:51 Uhr

„Hilfe ist großartig“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Amt Ostholstein-Mitte kümmert sich um gute Betreuung für Asylsuchende

von
erstellt am 12.Mär.2015 | 14:12 Uhr

In den Schlichtwohnungen des Amtes Ostholstein-Mitte in Schönwalde breitet sich Schimmel aus. Am Dienstag beschloss der Amtsausschuss einstimmig umfangreiche Sanierungsarbeiten an dem Gebäude, damit dort weiterhin Flüchtlinge untergebracht werden können.

Nach der Schadensmeldung ergab eine Bestandsaufname durch das Bauamt, dass mit 110  000 Euro Kosten für die Dämmung und Abdichtung der Fundamente einschließlich umlaufender Drainage sowie der Dämmung der beiden Stirnseiten des Gebäudes gerechnet werden muss. Allein 74  000 Euro entfallen auf die Dachsanierung samt Dämmung. Zusätzlich werden in den Küchen und Bädern Zwangsentlüftungen eingebaut.

Die Unterbringung der zugewiesenen Asylbewerber stelle die Verwaltung vor immer größere Herausforderungen, berichtete Amtsvorsteher Peter Zink. Neben zehn eigenen Wohnungen seien derzeit acht weitere angemietet worden. Mit 27 Personen sei der Großteil der Flüchtlinge in Schönwalde untergebracht, in Kasseedorf vier. Zink würdigte enormes bürgerliches Engagement: „Die Hilfe ist großartig!“ Die Menschen würden in die Dörfer integriert.

Diese Willkommenskultur verursache aber auch Kosten, erinnerte Volker Weidemann, Vorsitzender des Verwaltungsausschusses des Amtes. Der hatte Zink ermächtigt, im Eilverfahren eine Vereinbarung mit dem Kinderschutzbund über die Einrichtung einer Integrationsstelle für Asylbewerber zu schließen. Drei Mitarbeiter sollen in Neustadt und Grömitz sowie im Amt Ostholstein-Mitte den Kontakt zu den Flüchtlingsfamilien halten.

Trotz Erhöhung der im Quartal gezahlten Pauschale je Asylsuchenden auf 95 Euro berge das derzeitige Abrechnungssystem die Gefahr, nicht für alle Betreuten Personen Finanzmittel zu erhalten, sagte Weidemann. Die Verwaltung geht von einer erneuten Erhöhung der Aufnahmequote für das Amt von 39 auf 62 Flüchtlingen aus, wie Zink berichtete. Darauf reagierte der Amtsausschuss mit dem einstimmigen Beschluss zur Erhöhung des Personals im Bereich Grundsicherung und Asylbewerberleistungen.

Zudem stimmten die Ausschussmitglieder einstimmig für den Beitritt in die von mehreren Stiftungen und Unternehmen neu gegründete „Familie und Beruf Ostholstein gGmbH“. Über sie soll für die Mitarbeiter der Verwaltung zukünftig eine Notfallbetreuung für deren Kinder bis 14 Jahren angeboten werden. 2014 verzeichnete das Amt 28 Fehltage von fünf Mitarbeitern aufgrund erforderlicher Kinderbetreuung bei Krankheit oder Ausfall der Regelbetreuung.

Nichtöffentlich stimmte der Ausschuss der Veräußerung des Amtsgebäudes in Neustadt zu. Ein Notartermin ist bereits vereinbart. Der Erlös trägt auch zur Finanzierung des geplanten Umbaus des Amtsgebäudes in Schönwalde bei. Der Bauantrag ist bereits gestellt.

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