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Ostholsteiner Anzeiger

11. Dezember 2017 | 12:56 Uhr

Hilfe im Blick behalten

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Das Familienzentrum Mitte ist seit Anfang August in der Trägerschaft des Kinderschutzbundes Eutin

shz.de von
erstellt am 15.Okt.2013 | 00:34 Uhr

Acht Wochen nach der Geburt endet für Familien die Betreuung durch die Hebamme. Was aber, wenn darüber hinaus noch Hilfe benötigt wird? Dann ist das Familienzentrum Mitte der richtige Ansprechpartner. Dort werden Familienhebammen, Familienhelferinnen oder ehrenamtliche Babysitter organisiert. In den vergangenen beiden Jahren stand das Projekt „Frühe Hilfen“ unter der Trägerschaft der Eutiner Familienbildungsstätte. Seit Anfang August koordiniert Stefanie Dreller das Familienzentrum unter dem neuen Träger, dem Kinderschutzbund Eutin.

Als „Aufbauarbeit“ bezeichnet Friedjof Lörchner von der Jugendhilfeplanung des Kreisjugendamtes das, was die Familienbildungsstätte in den vergangenen Jahren leistete. Der Kreis finanziert die vier Familienzentren in Ostholstein mit jährlich rund 140 000 Euro. Nun aber solle das Projekt breiter aufgestellt werden, so Lörchner. Hinzu komme, dass die Stelle der Koordinatorin bei der Familienbildungsstätte derzeit unbesetzt war. „Deshalb kam es zu diesem Trägerwechsel“, schildert Lörchner.

„Die Unterstützung von Familien steht bei uns im Mittelpunkt“, erklärt Heidi Feilke, Vorsitzende des Eutiner Kinderschutzbundes. „Man könnte auch sagen, das Angebot passt in unser Portfolio“, fügt sie hinzu.

Wichtig ist allen Beteiligten, dass sich außer der Trägerschaft kaum etwas ändert. So wird es auch weiterhin das Elternfrühstück bei der Familienbildungsstätte in Eutin geben. Neu hinzu kommen sollen aber solche Treffen in Malente, auch Vorträge rund ums Thema Erziehung kann Dreller sich vorstellen. „Wir haben ein Netzwerk der verschiedenen Organisationen, über das die Koordinatorin den Überblick hat“, betont Lörchner. Sie sei die erste Anlaufstelle für Hilfebedürftige, beschreibt Dreller ihre neue Aufgabe. „Ich entscheide dann, welches Hilfeangebot in dieser Situation passt“, sagt die gelernte Heilpädagogin.

Durchschnittlich drei Monate bekommen die Familien die Hilfe, bis zu einem Jahr kann es werden. Die benötigte Unterstützung kann dabei ganz verschieden sein: „Es gab mal einen Mann, dessen Ehefrau gestorben war und der mit dem normalen Alltag mit Job und zwei kleinen
Kindern nicht klar kam“, schildert Lörchner. Aber auch wenn eine 16-Jährige schwanger wird und ihre Familie mit der Situation überfordert ist, steht das Familienzentrum mit Rat und Tat zur Seite.


●  Erreichbar ist Stefanie Dreller unter Telefon 0171/1197842 oder
per Mail an familienzentrum-eutin@ gmx.de

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