zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

17. August 2017 | 01:50 Uhr

Hilfe für die Unke

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

NABU engagiert sich weiter für die vom Aussterben bedrohten Rotbauchunken

Der Naturschutzbund (Nabu) sorgt sich weiter um die Rotbauchunkenpopulation im Röbeler Holz. Das Gebiet sei vom Land zwar als Natura-2000-Schutzgebiet an die Europäische Union gemeldet worden. Doch für ein langfristiges Überleben der streng geschützten Amphibien seien weitere Hilfsmaßnahmen erforderlich, stellte Nabu-Vorsitzender Oscar Klose fest.

Im Jahr 2009 hatten die Eutiner Naturschützer in einem ersten Gemeinschaftsprojekt mit der Stadt Eutin und der Gemeinde Süsel sowie mit finanzieller Unterstützung durch den Kreis Ostholstein aus Ersatzgeldern ein halbes Dutzend maßgeschneiderte Laichgewässer auf kommunalen Ausgleichsflächen angelegt. Diese hätten sich gut entwickelt und würden von der vom Aussterben bedrohten Rotbauchunke und ihrem Verwandten, dem Kamm-Molch auch tatsächlich für die Fortpflanzung genutzt, stellt Klose fest.

Weitere Gewässer würden in Kürze geschaffen. „Es hat bereits erste Gespräche mit der Landesforstverwaltung gegeben, um gemeinsam weitere optimale Unkenlebensräume zu entwickeln“, freut sich Klose auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Ergänzend zu der Anlage und Pflege der Laichgewässer würden von den ehrenamtlich tätigen Amphibienexperten des Nabu Rotbauchunken künstlich aufgezogen und in den neuen Gewässern ausgesetzt. Durch die künstliche Aufzucht würden mehr Jungtiere die Meta-morphose erfolgreich durchlaufen als dies unter natürlichen Bedingungen der Fall wäre.

Mehr als 200 junge Rotbauchunken hätten ab Ende Mai in der Amphibienaufzuchtstation des NABU das Licht der Welt erblickt und seien während der vergangenen Wochen am Röbeler Holz ausgesetzt worden. „Durch die so genannte Unterstützungsaufzucht soll die Population soweit gestärkt werden, dass sie bis zur Umsetzung weiterer Biotopmaßnahmen über die Runden kommt. Langfristig muss die Population in die Lage versetzt werden, sich selbst zu erhalten. Hierzu ist es allerdings unerlässlich, dass endlich auch der Bund seine Hausaufgaben macht und auf dem angrenzenden Standortübungsplatz Artenschutzmaßnahmen ergreift. Wir gehen davon aus, dass dies möglich ist, ohne dass es zur Einschränkung des Übungsbetriebes kommt.“, fordert Klose.

zur Startseite

von
erstellt am 03.Sep.2013 | 00:35 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen