Hilfe! Der Tafel gehen die Helfer aus

Suchen Helferinnen und Helfer beim Sortieren der Lebensmittel bei der Plöner Tafel: (von links) Ute Schumacher, Bonita Zastrow,  Marianne Kurth und Marc Hemesath.
Suchen Helferinnen und Helfer beim Sortieren der Lebensmittel bei der Plöner Tafel: (von links) Ute Schumacher, Bonita Zastrow, Marianne Kurth und Marc Hemesath.

Die Versorgung der Bedürftigen in Plön, Ascheberg und Wankendorf muss auf einen 14-tägigen Rhythmus umgestellt werden

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09. Juli 2015, 12:58 Uhr

Sie tun so viel Gutes für in Not geratene Menschen. Jetzt ist die Plöner Tafel selbst in Not, denn ihr gehen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aus. Die Lage ist so dramatisch, dass die Plöner Tafel ihre sonst wöchentlichen Ausgabezeiten in einen 14-tägigen Rhythmus verändern muss. Betroffen davon sich auch die Ausgabestellen in Ascheberg und Wankendorf. Lütjenburg behält seinen Rhythmus immer donnerstags bei.

Aktuell versorgen knapp 30 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer mit zwischen drei bis 30 Wochenstunden 709 bedürftige Menschen – 221 Kinder und 488 Erwachsene – mit den dringend notwendigen Lebensmitteln. In Plön werden 254 Menschen (114 Haushalte), in Lütjenburg 252 (92), in Ascheberg (104 (35) und in Wankendorf 99 (36) versorgt. Wenige Mitarbeiter sind täglich da, viele einmal wöchentlich, andere aber auch nur einmal im Monat.

Die Lebensmittel werden von den Fahrern der Plöner Tafel aus etwa zehn Supermärkten und drei Bäckereien mit dem neuen Tafel-Lieferwagen abgeholt. Dafür ist kein Lkw-Führerschein erforderlich. Angefahren werden von ihnen aber auch ein Reformhaus, Drogerien oder Confiserien, die Sachen spenden, berichtete Bonita Zastrow. Sie führt gemeinsam mit Roswitha Soltau die Plöner Tafel.

Die Urlaubszeit aber auch Ausfälle bedingt durch Krankheiten haben jetzt zu der eigenen Notlage der Tafel geführt. Gesucht werden zuverlässige Menschen, die ehrenamtlich zupacken möchten. „Ein Geld kann für die Arbeit nicht gezahlt werden“, sagte Bonita Zastrow.

Seit sechs Jahren schon ist Horst Bornhöft aus Trentrade bei der Plöner Tafel ehrenamtlich aktiv. Der immer noch arbeitslose 56-jährige gelernte Maurer ist über den Ein-Euro-Job zur Tafel gekommen, dort geblieben und heut eine ganz wichtige Stütze. „Es bringt mir Spaß, Menschen zu helfen und meine Zeit für andere zu geben“, sagt Bornhöft zufrieden. Nebenbei muss er bei der Arbeitsagentur aber auch noch Seminare besuchen.

Die Plöner Tafel muss auf die dramatische Personalnot reagieren. Deshalb muss in Plön die bisher wöchentliche Öffnung auf eine 14-tägige Öffnung verkürzt werden. Los geht es ab nächsten Freitag (17. Juli). An diesem Tag sind die „blauen Bezugskarten“ dran und erst danach wieder am 31. Juli. Die „gelben Bezugskarten“ beginnen mit ihrem 14-tägigen Rhythmus am Freitag, dem 24. Juli. Die nächste Abholung wäre dann am Freitag, dem 7. August.

In Wankendorf beginnt der 14-tägige Rhythmus am Dienstag, dem 21. Juli, mit weiteren Terminen am 4. und 18. September, in Ascheberg beginnt der 14-tätige Rhythmus am Dienstag, dem 14. Juli, mit folgenden Terminen am 28. Juli und 11. August. Lütjenburg behält seine Ausgaben donnerstags bei.

Die Waren werden weiterhin von der Plöner Tafel von den Ausgabestellen abgeholt. Sie können in den Kühlräumen der Plöner Tafel sehr gut zwischengelagert werden. Außerdem besteht eine sehr gute Nachbarschaft zur Eutiner Tafel. „Aber wir benötigen Helfern zum Sortieren und zum Fahren“, sagte Bonita Zastrow. Interessierte sollten sich direkt an die Plöner Tafel (Tel. 04522/744144, AB) wenden.  

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