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Ostholsteiner Anzeiger

18. August 2017 | 16:54 Uhr

Hilfe aus Berlin für Schulbausanierung?

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn (SPD) zu Besuch im Rathaus Süsel

Eine drohende enorme Belastung durch den Bau einer 380-Kilovolt-Trasse quer durch die Gemeinde und die unzureichende finanzielle Ausstattung: Die beiden Themen bildeten Schwerpunkte eines Gespräches, das die ostholsteinische Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn (SPD) Montagabend im Rathaus mit Bürgermeister Holger Reinholdt (FWS) und den Spitzen der drei Fraktionen führte.

Der Ärger über die 380-kV-Leitung habe sie als wirklich herausragend wahrgenommen, sagte Hagedorn im Gespräch mit dem OHA zum Abschluss des Treffens. Es gebe eine begründeten Hoffnung, dass diese Trasse vielleicht gar nicht gebraucht werde oder eine kleinere 110-kV-Leitung ausreichen könnte. Die Prüfung des Bedarfs müsse auch noch einmal erfolgen, das werde aber nicht mehr vor Landtags- und Bundestagswahl geschehen, schilderte Hagedorn ihre Einschätzung. Klar sei, dass sie sich vehement für den Bau einer Trasse einsetzen werde, wenn der Bedarf nachgewiesen sei – „natürlich mit einer möglichst bürgerverträglichen Variante.“

In mehrfacher Hinsicht begleitete der Geldmangel die Themen des Gesprächs: Bürgermeister Holger Reinholdt sprach von fast 40  000 Euro, die von der Gemeinde als Miete für leer stehenden Wohnraum aufgebracht werden müssten, der in Erwartung von angekündigten hohen Flüchtlingszahlen gemietet worden sei. Ärgerlich sei auch, dass die Gemeinde stetig als Bittstellerin auftreten müsse, beschrieb die Vorsitzende des Finanzausschusses, Susanne Bötticher-Meyners, da werde schnell mal eine Straße saniert, weil plötzlich ein Zuschuss in Aussicht gestellt werde. Mit Blick auf ein Sorgenkind der Gemeindevertretung – die Bausubstanz der Schule – kündigte Bettina Hagedorn ein neues Förderprogramm des Bundes für Projekte in finanzschwachen Kommunen an: Nach einem ersten 3,5 Milliarden dicken Paket für die energetische Sanierung und die Beseitigung von Barrieren werde dieses Jahr ein gleich großer Förderfonds aufgelegt, mit dem zum Beispiel der Neubau einer Schule denkbar sei, wenn sich in einem alten Gebäude die energetische Sanierung und Barrierefreiheit nicht mehr rechne.

In der Süseler Schule, deren Gebäude fast 50 Jahre alt ist, sind zwei Treppen vorhanden, die sich mangels ausreichender Deckenhöhe nicht barrierefrei umbauen lassen: „Da blockieren sich Barrierefreiheit und Brandschutz gegenseitig“, schilderte Albrecht Dudy, Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Der Hinweis auf den neuen Topf aus Berlin sei wertvoll: Bei 100 Millionen Euro, die schätzungsweise in Schleswig-Holstein ankämen, wäre es angesichts des großen Bedarfs an Schulbauten gut, unter den ersten zu sein,
die den Bedarf anmelden, sagte CDU-Vertreter Michael Woyna.

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erstellt am 21.Feb.2017 | 13:06 Uhr

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