Hexenverfolgung in und um Eutin

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07. März 2017, 11:36 Uhr

Hexenverfolgungen fanden von Italien bis Finnland, von Polen bis Spanien vom 14. bis 18. Jahrhundert statt und stellten damit ein (fast) gesamteuropäisches Phänomen dar. Neben der Juden-verfolgung stehen die Hexenverfolgungen in der deutschen Geschichte für intensivste, nicht kriegsbedingte innergesellschaftliche Gewaltexzesse, die auch Schleswig-Holstein erreichten. Und damit auch Ostholstein.

Auf Einladung der Eutiner Landesbibliothek und des Vereins Freunde der Eutiner Landesbibliothek hält Dr. Rolf Schulte (kl. Foto) am Mittwoch, 22. März, um 19.30 Uhr im Seminarraum der Landesbibliothek einen Vortrag. Unter dem Titel „…der Zauberey beschuldiget…“ geht der Ahrensburger den Hexenprozessen in und um Eutin nach und diskutiert Faktoren und Ursachen der Hexenverfolgung. Schulte ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen zum Thema Hexenverfolgung in Europa und Afrika. Er war Lehrerbeauftragter an der Universität Kiel.

Am Montag, 3. April, spricht Dr. Wolfdieter Schiecke ab 19.30 Uhr über „Das Antependium im Schloss Eutin – ein Kunstwerk gibt sein Geheimnis preis“. Mit dem Antependium, einem kostbaren Altarbehang aus dem Jahre 1641, besitzt das Eutiner Schloss ein Kunstwerk von hohem Wert und von außerordentlicher Qualität. Bis vor einigen Monaten war die Herkunft dieses Stückes vollkommen unbekannt. In dem Vortrag wird über die spannende Suche nach der Herkunft des Antependiums berichtet. Veranstalter des Vortragsabends am 3. April mit Buchvorstellung sind der Freundeskreis Schloss Eutin und die Freunde der Eutiner Landesbibliothek. Der Eintritt ist frei.

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