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Ostholsteiner Anzeiger

24. September 2017 | 00:00 Uhr

Plön : Herzlicher Empfang in der Heimat

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Spielmannszug empfing Ines Vorbeck nach ihrer Rückkehr aus den USA. Sie war bei den Drum-Corps-Weltmeisterschaften dabei.

von
erstellt am 17.Aug.2017 | 04:00 Uhr

Das Baritonhorn-Spiel, kombiniert mit schweißtreibendem Showlaufen, ist eine Leidenschaft von Ines Vorbeck. Dienstagabend kehrte die Plönerin nach drei Monaten Aufenthalt bei den Drum Corps International World Championships aus den USA in ihre Heimatstadt zurück. Auf dem Marktplatz bereiteten ihr die Spielleute des Musikzugs Plön einen herzlichen Empfang.

Mit einiger Verspätung war das Flugzeign in Hamburg eingetroffen, und die Eltern Simone und Peter Vorbeck holten die 21-Jährige und ihren Bruder Alexander (18) ab, um so schnell wie möglich nach Plön zu kommen. Dort warteten die Musiker und Bürgermeister Lars Winter mit einem „Welcome-Home“-Plakat auf die Heimkehrerin. „Ich dachte, ich krieg’ was zu essen, und jetzt stehen alle hier ’rum“, war die junge Frau sichtlich überwältigt von dem überraschenden Empfang. „Ich fühle mich super und bin glücklich, wieder hier zu sein.“ Ines’ Bruder Alexander hatte die Reise zu seinem 18. Geburtstag von den Eltern geschenkt bekommen und war als Zuschauer eine Woche lang in den USA dabei.

Ines Vorbeck, nach den Worten von Dirigent Maik Gess „bei uns groß geworden“, gehört seit Jahren dem Musikzug an. 2016 war sie erstmals in den USA dabei, da belegte ihre Formation „The Cadets“ mit 190 Musikern aus 13 Nationen den 6. Platz, in diesem Jahr den 7. Rang.

50 hochkarätige Drum-and-Bugle-Corps aus den USA und zehn weitere aus anderen Erdteilen mit insgesamt rund 9000 Musikern nahmen an den Weltmeisterschaften teil.

Es war ein weiter Weg für die junge Frau von Plön bis zu diesen Weltmeisterschaften. Vom Musikzug hat dies laut Maik Gess noch niemand geschafft. Das Talent der Plönerin wurde schon vor einigen Jahren entdeckt. Damals fragte man in einem Landesworkshop bei ihr an, ob sie nicht das kombinierte Showlaufen und Bariton-Spielen bei den „Starriders“ in Bad Münder lernen wolle. Ines wollte, und wurde so gut darin, dass sie sich erstmals 2016 per Video mit einstudiertem Repertoire bewarb.

Training und Wettbewerbe führten die Teilnehmer auch in diesem Jahr von der Ostküste bis an die Westküste der USA. Die besten zwölf der Corps kamen ins Finale. „Wir haben im Internet mitgefiebert und bis morgens um 5 Uhr geguckt“, erzählte Maik Gess. Insgesamt hätten lediglich neun Deutsche teilgenommen, unterstrich er das besondere Privileg, dort dabei sein zu dürfen.

Für Ines Vorbeck war es das letzte Mal. „Sie ist aged out, also zu alt für die Teilnahme, die nur bis 21 geht“, erklärte Gess. Für die junge Musikerin beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt: Sie möchte zur Bundeswehr gehen und dort Musik studieren.

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