Malente : Herz aus dem Takt

Wenn ein Herzproblem sich im Gehirn auswirkt: (von links) Dr. Klaus Stecker, Prof. Dr. Eike Hoberg und Dr. Friedrich Schroeder informieren über Vorhof-Flimmern und Schlaganfall.
Wenn ein Herzproblem sich im Gehirn auswirkt: (von links) Dr. Klaus Stecker, Prof. Dr. Eike Hoberg und Dr. Friedrich Schroeder informieren über Vorhof-Flimmern und Schlaganfall.

Um den Zusammenhang zwischen Vorhof-Flimmern und Schlaganfall geht es bei einem Vortragsabend in der Malenter Mühlenbergklinik.

shz.de von
23. November 2018, 16:15 Uhr

„Herz aus dem Takt – Vorhof-Flimmern und Schlaganfall“ unter diesem Titel findet am Mittwoch, 28. November, ab 18 Uhr eine Veranstaltung im Rahmen der Herzwochen der deutschen Herzstiftung im Mehrzwecksaal der Malenter Mühlenbergklinik statt.

Gleich drei Malenter Kliniken sind vertreten. Vortragen werden Dr. Klaus Stecker, Chefarzt der August-Bier-Klinik, Dr. Jens Riedel, Chefarzt der Inneren Medizin der Vital-Klinik Buchenholm, und der künftige Ärztliche Direktor der Mühlenbergklinik, der Kardiologe Dr. Friedrich Schroeder. Sein scheidender Vorgänger, Prof. Dr. Eike Hoberg, übernimmt die Moderation der Veranstaltung.

„Ein Gerumpel und Gestolper in der Brust, Fehlschläge beim Blutdruckmessen und ein schneller sowie unregelmäßiger Puls sind Symptome für ein Vorhof-Flimmern“, erläutert Schroeder. Die Gefahr: Im Vorhof des Herzens können sich Blutgerinsel bilden, die dann ins Gehirn transportiert werden und dort einen Schlaganfall auslösen, erklärt Stecker. Etwa ein Drittel aller Schlaganfälle seien auf Vorhof-Flimmern zurückzuführen, weiß der Neurologe.

Herzspezialist Hoberg weist auf verbesserte Medikamente hin. Die sogenannte neue orale Antikoagulation (Noak) habe bei Vorhofflimmern das lange eingesetzte Marcumar zur Hemmung der Blutgerinnung abgelöst. Stecker nennt die Vorteile: „Die Wirkung ist schon ab der ersten Einnahme da.“ Außerdem seien die Noaks angenehmer und sicherer für die Patienten. Bei Aspirin habe sich dagegen gezeigt, dass diese bei Vorhofflimmern wirkungslos seien, berichtet Hoberg.

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