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Ostholsteiner Anzeiger

14. Dezember 2017 | 11:34 Uhr

Hektische Atmosphäre

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Stimmung beim Viertelfinale des Landespokals der C-Jugendhandballerinnen kocht hoch

shz.de von
erstellt am 16.Mär.2015 | 10:59 Uhr

Die C-Jugendhandballerinnen der HSG Holsteinische Schweiz kamen im Viertelfinal-Rückspiel des Landespokals gegen den TV Laboe zu einem 20:20 (13:8)-Unentschieden. Sie sind aber aus dem Wettbewerb ausgeschieden, da sie das Hinspiel zwei Tage zuvor mit 15:19(10:8) Toren verloren hatten.

Laboe hatte im Vorwege um Verlegung gebeten, und so galt es, beide Spiele innerhalb von zwei Tagen zu absolvieren. Pech für die HSG: Nach Zustimmung zur Verlegung meldeten sich in der Woche mehrere Spielerinnen krank, sodass die Ostholsteinerinnen angeschlagen in die Begegnungen gingen. Im Hinspiel in der Heikendorfer Kreissporthalle erwischte die HSG dennoch einen guten Start und überzeugte vor allem im ersten Abschnitt. Kurz nach der Pause gelang beim 13:10 erstmals eine Drei-Tore-Führung, bevor nach einer gegnerischen Auszeit die Laboer Abwehr nicht nur defensiv, sondern auch wesentlich aggressiver eingestellt wurde. Die zunehmende Härte verunsicherte die Gäste und führte zu Fehlern, sodass Laboe am Ende zu leichten Treffern kam.

Im Rückspiel galt es für den Einzug ins Halbfinale, mit mindestens fünf Toren Differenz zu gewinnen. Bereits im ersten Angriff der Laboerinnen kam es nach einem Fehlwurf der Gäste zu eine Foul gegen HSG-Torhüterin Marina Dose, die sich nach einem Tritt auf ihren Fuß die Außenbänder im Sprunggelenk gerissen hatte, wie sich später herausstellte. Sie spielte zunächst weiter und bot ihrer Mannschaft guten Rückhalt. Parallel wurde Kathalina Damlos informiert, die diese Saison zwar in der eigenen B-Jugend absolviert, aber sofort zusagte, auszuhelfen.

Mit unermüdlichem Kampfgeist und großem Siegeswillen setzte die HSG sich in einer harten Partie bis zur Pause mit fünf Toren ab, konnte den Vorsprung aber in der zweiten Halbzeit nicht verwalten. Es entwickelte sich ein zwar spannendes, aber von vielen Fouls geprägtes Spiel, das immer mehr unter der hitzigen Atmosphäre im Umfeld litt. Das Gästeteam konnte dies clever nutzen und kam am Ende zum Ausgleich.

„Besonders die zweite Halbzeit des Rückspiels hatte mit einem sportlichen Vergleich zweier Jugendmannschaften nichts mehr zu tun. Ich habe eine derart unschöne Atmosphäre bei einem Jugendspiel bislang nicht erlebt. Es gilt für Eltern und Verantwortliche, zu hinterfragen, ob das eigene Verhalten bei einem Handballspiel vierzehnjähriger Mädchen angebracht ist. Die Stimmung wurde von der Tribüne unnötig hochgekocht und übertrug sich leider auf das Spielfeld“, sagte HSG-Trainerin Petra Stock. Sie werde zum Saisonende den Verein verlassen und mit dem jüngst gegründeten HSC Rosenstadt ein neues, inklusives Handballprojekt aufbauen.

Für die HSG spielten in den beiden Viertelfinalbegegnungen: Marina Dose und Kathalina Damlos im Tor, Levke Stöver (8), Joana Möhring, Mieke Rusch, Lena Kaden (je 7), Ylva Brandenburg (4), Marit Kaps (3), Malin Maczey (1), Melissa Cornils, Janina Bennühr, Hannah Lis und Leonie Leder.

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