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Ostholsteiner Anzeiger

23. Oktober 2017 | 06:32 Uhr

Heißer Kampf im kühlen Nass

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 31.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Triathleten sind eine besondere Spezies. Ihr Trainingspensum ist riesengroß, ihre Widerstandsfähigkeit auch. Dass ihnen selbst eine frühe Startzeit und eher kühle Temperaturen nichts ausmkachen, bewiesen die schnellsten Sportler beim 21. Rosenstadt-Triathlon des polizeisportvereins Eutin Ende Juni. „Das Wasser war heute sehr frisch“, sagte Marc van de Bergh, der Einzelsieger über die Olympische Distanz mit 1,5 Kilometern Schwimmen, 40 Kilometern Rad fahren und zehn Kilometern Laufen. Die Wassertemparatur lag bei seinem Wettkampf bei 17 Grad.

„Ich wollte sehen, dass ich schnell aus dem Wasser herauskomme“, sagte van de Bergh, der für den Borener SV startet und die Konkurrenz hinter sich ließ.

Aber nicht nur die Athleten absolvieren einen anstrengenden Tag, auch die Helfer und Kampfrichter sind voll eingespannt. Während sich andere Menschen am Sonntagmorgen um 6 Uhr noch einmal umdrehen und dem freien Tag entgegenschlummern, legt das Helferteam schon los. Silvia Heidenreich war zum fünften Mal für die Versorgung der Sportler zuständig. „25 Melonen, vier Kisten Bananen, 600 Liter Getränke, wie Selter, Cola, Apfelschorle, isotonische Getränke und Wasser, dazu rund 550 Müsliriegel und Traubenzucker, den uns Sponsoren gespendet haben“, zählt sie auf.

Der Rosenstadt-Triathlon ist für den größten Eutiner Sportverein eine Herausforderung. Rund 100 Mitglieder aus allen Abteilungen packen mit an, damit das Großereignis reibungslos über die Bühne gehen kann.

Für Christian Loss aus Dassendorf im Sachsenwald bedeutet der Eutiner Triathlon einen Acht-Stunden-Tag, denn auch für die Kampfrichter beginnt dieser Sonntag im Juni früh. Die Fahrradabnahme ist ein Teil ihrer Aufgaben. Dabei nehmen die Spitzensportler die größte Aufmerksamkeit in Anspruch, denn sie bewegen sich immer an der Grenze des Reglements, um keinen Spielraum zu verschenken.

Der Rosenstadt-Triathlon hat sich einen festen Platz im Terminkalender der Deutschen Triathlon Union (DTU) erobert. Die Spitzensportlerinnen und -sportler aus der 2. Bundesliga Nord sind in Eutin Stammgäste. Einziges Problem für die Hochleistungssportler ist die frühe Startzeit, weniger wegen des eigenen Ergebnisses, sondern wegen der Aufmerksamkeit. „Es ist schade, dass unser Wettkampf schon am frühen Morgen um 8.30 Uhr gestartet wurde. So waren nur wenige Zuschauer da“, sagte der schnellste Triathlet des Wettkampftages der 2. Bundesliga Nord, Marek Jaskolka vom EJOT Team TV Buschhütten II, das die Tabelle anführt.

Ein offensichtlich gutes Pflaster ist Eutin offensichtlich für die schnellste Frau des Zweitliga-Wettkampfes. Theresa Baumgärtel lief in der letzten Disziplin letztlich ein einsames Rennen, sie ließ die Konkurrenz beim Zehn-Kilometer-Lauf der Olympischen Distanz einfach stehen. Ihre Taktik ging voll auf. „Ich bin als Dritte aus dem Wasser gekommen. Auf dem Rad haben wir drei uns abgesetzt, unser Ausreißversuch hat, im Gegensatz zum vergangenen Jahr, zu hundert Prozent geklappt. Wir haben uns in der Führungsarbeit sehr gut abgewechselt“, freute sich Baumgärtner, die sich im Ziel schnell erholte.

Während für die Athleten mit der Siegerehrung der Wettkampf zu Ende geht, sind die Helfer immer noch voll gefordert. Sie bauen Versorgungspavillons und Technik ab, beseitigen die Spuren des Tages, bei dem fast 500 Leistungs- und Breitensportler Erfolge und Enttäuschunge erlebt haben. Als Letzte verlässt PSV-Abteilungsleiterin Thelse Schilling um 20.15 Uhr das Gelände am Kleinen See. Die meisten Helfer sind auch im nächsten Jahr wieder am Start, der 22. Rosenstadt-Triathlon soll am 19. Juni 2016 über die Bühne gehen – dann vielleicht bei wirklich hochsommerlichen Wassertemperaturen.

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