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Heinrich-Harms-Schule bietet eine besondere Sportklasse

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Kooperation zwischen der Eutiner Wilhelm-Wisser-Schule und der Hutzfelder Heinrich-Harms-Schule scheint Früchte zu tragen. Für das kommende Schuljahr sind bereits 37 Schüler für die fünfte Klasse in Hutzfeld angemeldet. Diese Zahlen nannte der stellvertretende Schulrektor Rainer Siemers vor dem Schulausschuss.

Er selbst sei total überrascht von diesem Interesse, sagte Siemers. Er hatte mit höchstens einer Klasse mit 25 Schülern gerechnet. Nun würden es zwei Klassen. Eine davon soll eine so genannte „Sportklasse“ werden, in der es zusätzlich zu den regulären wöchentlichen zwei Sportstunden weitere zwei Stunden geben wird. Dafür fällt Unterricht im Bereich Kunst und Musik weg.

„Wir haben uns Gedanken gemacht, wie wir mehr Schüler für Hutzfeld begeistern können“, erklärte Siemers. Angesichts einer „fast traumhaften Ausstattung“ der Schule mit zwei Sporthallen sei die Idee mit dem Schwerpunkt „Sport“ entstanden. Dabei richte sich das Profil nicht nur an Leistungssportler, vielmehr solle es alle Schüler ansprechen. Dazu werde es auch um Themen wie Gesundheitserziehung oder den Umgang mit sportlichen Niederlagen gehen. Von den bereits 37 angemeldeten Schülern stammen 22 aus der Gemeinde Bosau, vier kommen aus Ahrensbök, vier weitere aus Eutin. Die vier Kinder aus der Eutiner Gustav-Peters-Schule gehören zur Sportklasse. Ihren Eltern entstehen Schülerbeförderungskosten von jährlich über 600 Euro.

Das aber will die Gemeinde Bosau verhindern. Sie geht davon aus, dass der Kreis Ostholstein den größten Teil der Kosten aufgrund des besonderen pädagogischen Konzepts der Klasse übernimmt und die Eltern lediglich einen Anteil von 60 Euro im Jahr tragen müssen. Hinzu komme, dass es sich bei der Harms-Schule um eine Außenstelle der Wisser-Schule handele.

Sollte der Kreis sich gegen eine Übernahme der Beförderungskosten entscheiden, so wird die Gemeinde diese in vollem Umfang tragen. Diesem Dringlichkeitsantrag stimmten die Ausschussmitglieder einstimmig zu. Mit dieser Entscheidung solle den Eltern Sicherheit gegeben werden, erläuterte Bürgermeister Mario Schmidt. „Dieser Beschluss dient der Sicherung des Standortes und ist ein wichtiger Baustein, um die Schule am Leben zu halten“, sagte Schmidt. Der Beschluss mit der Forderung der Kostenübernahme durch den Kreis soll auch an Landrat Reinhard Sager und an die Kreistagsfraktionen gehen. Dort sollen die zuständigen Bosauer Kreistagsabgeordneten für ihn werben. „Die Satzung der Schülerbeförderungskosten muss vom Kreis dringend überarbeitet werden“, forderte der Schulausschussvorsitzende und Kreistagsabgeordnete Burkhard Klinke (SPD). Denn: Die Schullandschaft habe sich erheblich verändert.

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erstellt am 03.Mär.2016 | 12:01 Uhr

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