"Heimspiel" für Uwe Döring bei SPD Plön

Verstanden sich gut: Plöns SPD-Kreisvorsitzende Anette Langner und Uwe Döring.
Verstanden sich gut: Plöns SPD-Kreisvorsitzende Anette Langner und Uwe Döring.

Fast 100 Prozent Zustimmung für den Kandidaten um den SPD-Landesvorsitz

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01. April 2011, 09:03 Uhr

Selent | Wenn es nach dem Willen der SPD im Kreis Plön geht, dann wird Uwe Döring als nächster SPD-Landeschef Ralf Stegner ablösen. Bei einer Kreismitgliederkonferenz am Mittwoch im "Selenter Hof" fiel bei einer Probeabstimmung ein deutliches Votum von 58 Stimmen auf Döring. Nur eine Stimme war für Stegner. Zehn Genossen enthielten sich.

Das überraschend deutliche Votum nehmen die 16 Plöner Delegierten mit zum Landesparteitag, der am kommenden Wochenende in Husum stattfindet und die Wahl hat zwischen Stegner und Döring. Es soll nur eine Empfehlung sein.

Anette Langner zeigte sich von dem Abstimmungsergebnis wenig überrascht. "Ich glaube, dass es unter den SPD-Mitgliedern die Sehnsucht gibt, endlich Personaldiskussionen zu beenden und geschlossen in den kommenden Wahlkampf zu gehen", meinte die Kreisvorsitzende. Der SPD-Kreisverband Plön verfügt derzeit über 1442 Mitglieder, die in 53 Ortsvereinen organisiert sind.

Die Kreismitgliederkonferenz war mit Blick auf den nahenden Landesparteitag einberufen worden. Gast war Uwe Döring, der der Einladung des Kreisvorstandes um die Vorsitzende und Landtagsabgeordnete Anette Langner gefolgt war. Schnell wurde deutlich, dass der Besuch Dörings kein "Gastspiel", sondern eher ein "Heimspiel" war.

Schon seine ersten Sätze wirkten offenbar wie Balsam auf die geschundenen Seelen der Plöner Sozialdemokraten. Fast jede Aussage des ehemaligen Ministers für Justiz-, Arbeit und Europa, quittierten sie mit energischen Applaus. Zur Wahl gehöre Auswahl, auch deshalb habe er sich neben Stegner für eine Kandidatur entschieden, sagte Döring. Die Partei brauche mehr denn je Geschlossenheit, Vertrauen und Gemeinsamkeit, hob er hervor. Deshalb werde jemand an der Spitze der SPD benötigt, der zusammenführe.

Uwe Döring, der seit 44 Jahren Parteimitglied ist, stellte die Bedeutung des SPD-Spitzenkandidaten für die anstehende Landtagswahl heraus: "Das Gesicht der SPD muss Torsten Albig sein. Er ist es, der die Richtung der Partei vorgibt."

Und der an ihn persönlich gerichtete Vorwurf, er wolle eine "CDU-Light", sei kränkend, stellte Döring verärgert fest. Selbstverständlich gebe es eine linke Grundausrichtung der SPD, aber er habe hierbei ein anderes Verständnis. "Es ist vor allem Aufgabe der SPD, für die Sorgen und Nöte der Menschen da zu sein. Das Soziale steht weiter oben an", sagte Döring. Dabei müssten Mitglieder stärker an der Parteiarbeit beteiligt sowie jüngere Menschen für das Engagement in der SPD interessiert werden.

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