PLÖN : Heidemarie Wieczorek-Zeul begeistert von vielen Initiativen

SPD-Neujahrsempfang in Plön mit (von links) Lutz Schlünsen, Norbert Maroses, Heidemarie Wieczorek-Zeul, Birgit Malecha-Nissen und Regina Poersch.  Fotos: Kerstin Ahrens
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SPD-Neujahrsempfang in Plön mit (von links) Lutz Schlünsen, Norbert Maroses, Heidemarie Wieczorek-Zeul, Birgit Malecha-Nissen und Regina Poersch. Fotos: Kerstin Ahrens

Bundemsinisterin a.D. lobte in Plön Flüchtlingspolitik von Kommuen und Vereinen im Kreis Plön

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26. Januar 2015, 04:30 Uhr

Knapp 200 Gäste besuchten am Freitagabend den Neujahrsempfang des SPD-Kreisverbandes Plön im Kulturforum Schwimmhalle Schloss Plön. Ehrengast des Abends war die Bundesministerin a.D. Heidemarie Wieczorek-Zeul. Neben Zeit für Gespräche stand die Flüchtlingspolitik im Mittelpunkt.

„Ich bin begeistert über die vielen Initiativen“, sagte Wieczorek-Zeul. Das Engagement der Verbände, Vereine und Partien in der Flüchtlingsaufnahme sei ein Beitrag zur Demokratie und zum friedlichen Leben miteinander. Die ehemalige Ministerin verurteilte die Peitschenhiebe an einem Saudi-arabischen Blogger ebenso wie die Taten des IS. Dem IS gehe es nicht um Religion. Deutschland müsse den Kampf gegen die Dschihadisten aufnehmen. „Der IS kann uns nicht bedrohen, wenn wir zueinanderstehen“, betonte die 72-Jährige. Zudem müssten die Vereinten Nationen gestärkt werden, um den Gewalttätern die Basis zu entziehen. „Es hängt von uns ab, eine friedliche Welt zu erhalten.“

Dass 2014 als ein Jahr der Rechten in die Geschichte eingehe, habe keiner gedacht, sagte SPD-Kreisvorsitzender Norbert Maroses. Die Auswirkungen der Kriege im Nahen Osten seien auch im Kreis Plön durch die Unterbringung der Flüchtlinge zu spüren.

„Es ist nicht hoch genug zu bewerten, was Ämter, Gemeinden, Vereine und Initiativen dazu beitragen“, lobte SPD-Fraktionschef im Kreistag, Lutz Schlünzen. Im vergangenen Jahr seien 400 Flüchtlinge in den Kreis Plön gekommen. „Die Flüchtlinge wollen integriert werden“, sagte Schlünzen und appellierte an die Vereine, diese Menschen zu einem Miteinander einzuladen.

2014 seien insgesamt 6500 Flüchtlinge in den Kreis Plön gekommen. „In diesem Jahr werden rund 7000 erwartet“, sagte die SPD-Landtagsabgeordnete Regina Poersch. Das Land investiere insgesamt 53 Millionen Euro für die Aufnahme von Flüchtlingen, beispielsweise für Sprachkurse und Krankenversorgung. Davon würden 13 Millionen Euro aufgrund der Beengtheit in der Zentralen Aufnahme in Neumünster investiert.

„Wir haben ein hohes Gut und leben hier in Frieden“, sagte die Bundestagsabgeordnete Dr. Birgit Malecha-Nissen. Weltweit seien 50 Millionen Menschen auf der Flucht. Dann sei es nicht zu viel, 250  000 Flüchtlinge in Deutschland aufzunehmen. Um die Asylverfahren schneller abwickeln zu können, seien 300 neue Stellen geschaffen worden.

Auch Landrätin Stephanie Ladwig war erfreut über die vielen Bürgerinitiativen, die sich bei der Willkommenskultur für Flüchtlinge einbringen. Im Gegensatz zur Flüchtlingswelle in den 1990er Jahren seien die Bürger heute weltoffener. Ladwig hofft, dass das auch bei steigenden Flüchtlingszahlen so bleibe.

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