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Schönwalde : Heftige Wortgefechte wegen Skilifts

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Wortgefechte in der Gemeindevertretung. Zuhörer im Saal fordern mehr Transparenz für Bürger.

von
erstellt am 16.Mär.2016 | 15:00 Uhr

Welche Emotionen, trotz öffentlicher Stellungnahme von Schönwaldes Bürgermeister Hans-Alfred Plötner (CDU) Anfang Januar, noch immer mit dem Betrieb des Skilifts auf dem Bungsberg verbunden sind, brachte die Sitzung der Gemeindevertretung am Montag ans Licht. In öffentlicher Sitzung sollte es um einen Sachstandsbericht durch Robert Trede gehen, der sich als Mitglied des Gemeindebeirates für die Annäherung zwischen der Gemeinde und den Betreibern eingesetzt hatte. Über einleitende Worte, in denen er zunächst den Umfang geschildert hatte und auch auf das extreme Medienecho eingegangen war, kam er jedoch nicht hinaus, da Peter Seehusen (SPD) einen Antrag zur Geschäftsordnung stellte. Er habe bereits überlegt, ob es nicht besser sei, den Tagesordnungspunkt nichtöffentlich zu behandeln, wollte den Bürgern aber die Chance auf Information nicht nehmen, so Seehusen.

Da nach den ersten Sätzen des Berichtes aber mit der Nennung von Namen und gegenseitigen Vorwürfen zu rechnen sei, stellte er den Antrag zur nicht öffentlichen Beratung. Damit löste er eine hitzige Debatte unter den zahlreichen Zuhörern im Saal aus. Zum Teil lautstark wurde Transparenz für den Bürger gefordert. Es müsse „Ross und Reiter benannt“ und „offen eingeräumt werden, von wem Fehler begangen wurden“. Auch solle die Gemeindevertretung nun einmal deutlich Position beziehen.

Gottfried Demel: „Wir haben uns schon lächerlich genug gemacht.“ Michael Schumacher (CDU) forderte „den Blick nach vorn“. Man müsse sich nun endlich von den Geschehnissen lösen und nach einer Regelung für eine mögliche Ski-Saison 2016/2017 suchen. Ihm warf Trede vor, im Zuge der Schlichtungsversuche „Öl ins Feuer gegossen zu haben.“ Damit eskalierte die Debatte.

Alexandra Schnoor – ihrer Familie gehört das Land – hielt Schumacher vor, in der Sitzung der Gemeindevertretung in Hobstin von Enteignung geredet zu haben, wofür sie mehrere Zeugen habe. Dies Bestritt Schumacher entschieden. Das Wort habe er nicht in den Mund genommen, was ihm alle anderen zwölf Gemeindevertreter auf Nachfrage bestätigt hätten. Erkennbar aufgebracht forderte Schumacher: „Da müsst Ihr mir schon ein Band vorlegen.“ In Richtung Schnoor wurde er noch schärfer: „Sie müsste man wegen Verleumdung anzeigen.“

Einer weiteren Eskalation kam Angela Hüttmann (SPD) zuvor, die den bereits eingebrachten Antrag zur Geschäftsordnung auf nicht öffentliche Debatte aufgriff. Diesem wurde einstimmig stattgegeben.

Horst Frahm, ehemaliger Vorsitzender des Awo-Ortvereins, hatte bereits während der Auseinandersetzung den Saal mit den Worten „Das wurde schon so oft diskutiert. Das muss jetzt mal aufhören“ verlassen.

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