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Ostholsteiner Anzeiger

17. Dezember 2017 | 13:40 Uhr

Hat Eutiner Politik Bürgernähe verloren?

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Höchste Zeit, Stärken und Schwächen der städtischen Pläne zu diskutieren

von
erstellt am 27.Okt.2014 | 15:50 Uhr

Die Stadt steht vor einer sehr riesigen Herausforderung: Für die Landesgartenschau (LGS) 2016 und darüber hinaus die ersten Projekte der Stadtentwicklung haben vor ein paar Wochen an vielen Stellen Bauarbeiten begonnen.

Stadt und die LGS-Gesellschaft arbeiten mit Hochdruck an der Umsetzung von Plänen. Die wurden alle mit einer breiten Mehrheit der Stadtvertretung beschlossen.

Unterdes fühlen sich viele Bürger nicht ausreichend informiert oder sogar übergangen. „Ich habe das Gefühl, dass der Faden zwischen der Politik und der Bevölkerung abgerissen ist“, sagt Regine Jepp, Sprecherin der Bürgergemeinschaft Eutin. Ein Beispiel für sie: der Beschluss der Stadtvertretung, das Haus des Gastes abzureißen. Dagegen hatte sich Widerstand aus der Bürgerschaft formiert, sehr schnell waren die Voraussetzungen für ein Bürgerbegehren geschaffen. „Wir hatten 1623 Unterschriften in nur fünf Tagen zusammen“, sagt Eckhard Ahrens, einer der führenden Aktivisten gegen den Abriss. Von den 1623 hat die Kommunalaufsicht 1542 als gültig anerkannt, 1312 hätten schon gereicht.


Zweifel und Unmut häufen sich


Das Haus des Gastes ist nur ein Thema, in Eutiner Internet-Foren häufen sich Bedenken, die vom Zweifel an der Finanzierbarkeit der LGS bis zum Unmut über die räumlichen Einschränkungen reichen, die mit Bauarbeiten und LGS verbunden sein werden.

Die Kritik, dass die Planer ohne Rückkoppelung mit den Bürgern ihre Konzepte entwickelt haben, lässt LGS-Geschäftsführer Bernd Rubelt nicht gelten: Im Beteiligungsverfahren hätten sich viele Menschen engagiert, und deren Wünsche seien vielfach in die Planung eingeflossen. „Wir haben aber auch immer gesagt, was nicht geht.“ Und zweifelsohne gibt es auch viele Menschen, die sich freuen, dass in Eutin endlich frischer Wind weht.

Der Ostholsteiner Anzeiger findet, dass es höchste Zeit ist, die Stärken und Schwächen der Pläne für Stadtentwicklung und Landesgartenschau zu beleuchten – und lädt deshalb alle Interessierten zu einem Diskussionsabend morgen (29. Oktober) um 19.30 Uhr in die Aula der Voß-Schule ein. Fakten für die Diskussion gibt es auf Seite 3

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