Freitzeitpark in Sierksdorf : Hansa-Park bekommt Weltrekord-Freifall-Turm

Zwischen den Stützen der Looping-Bahn „Nessie“ vollzog Christoph-Leicht (2.v.l.) gemeinsam mit Sohn Florian-Alexander, Ehefrau Claudia und Sierksdorf Bürgermeister Bernhard Markmann den ersten Spatenstich für den „Highlander“.
Zwischen den Stützen der Looping-Bahn „Nessie“ vollzog Christoph-Leicht (2.v.l.) gemeinsam mit Sohn Florian-Alexander, Ehefrau Claudia und Sierksdorf Bürgermeister Bernhard Markmann den ersten Spatenstich für den „Highlander“.

Der120 Meter hohe „Highlander“ soll in der kommenden Saison in Betrieb genommen werden.

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17. August 2018, 10:41 Uhr

Sierksdorf | Der Hansa-Park will mit dem „Highlander“ in der nächsten Saison einen Freifallturm in Betrieb nehmen, der gleich drei Weltrekorde aufstellen soll. Gleichzeitig beginnt der Umbau des westlichen Parks zwischen Looping-Bahn „Nessie“ und dem Auto-Scooter zur Themenwelt „Bezauberndes Britannien“.

Freitagabend präsentierte Park-Chef Christoph Leicht zusammen mit seiner Frau Claudia und Sohn Florian-Alexander einem Kreis geladener Gäste die Pläne für „eine rasante Weiterentwicklung des Hansa-Parks in den kommenden zehn Jahren“, wie Leicht die Veränderungen ankündigte.

Der „Highlander“ soll mit einer Höhe von 120 Metern und 120 km/h Fallgeschwindigkeit der mit Abstand höchste und schnellste Gyro-Drop-Tower der Welt werden. Zudem werde er auch der höchste Turm dieser Art mit abkippbaren Sitzen sein. 30 Prozent Neigung während des Falls aus 103 Metern Höhe sollen für zusätzlichen Nervenkitzel sorgen.

Hansa-Park goes Britain: Stilecht mit London-Taxi und „The German Flatland Pipers“ ging es zum ersten Spatenstich.
Hansa-Park goes Britain: Stilecht mit London-Taxi und „The German Flatland Pipers“ ging es zum ersten Spatenstich.
 

Die Fans reagierten gestern mit frenetischem Applaus auf die Daten, mit denen der Hansa-Park „alle bisherigen Rekorde pulverisiert“, wie es in der Pressemitteilung heißt. „Ich glaube viel mehr geht nicht“ gab sich Leicht überzeugt, die Rekorde auf lange Sicht zu halten.

Im Bau des „Highlanders“ sieht der Geschäftsführer einen Abschluss mit Ausrufezeichen für die 2008 gestartete „Hanseatisierung“ des Parks, die mit dem Bau des Holsten-Tores begann.

In sieben Bauabschnitten wurde die Hanse in Europa zum Thema, und es wurden vier Achterbahnen, drei Indoor-Spiel-Center und fünf weitere Fahrattraktionen gebaut. „Die zehn Jahre waren etwas Besonderes. Der Park hat sich so schnell verändert wie noch nie“, resümierte Leicht, bevor er das Geheimnis um den „Masterplan“ für die nächsten zehn Jahre lüftete.

Aufmerksame Besucher konnten schon in der laufenden Saison erahnen, was sich verändern wird. Die Einfahrt der Looping-Bahn „Nessie“ in den Bremstunnel ist bereits als Tor einer Burg gestaltet.

Dabei handelt es sich erst um den Anfang eines Masterplans, der nach den Worten des Park-Chefs in der Schublade liegt: „Man wird es nicht wiedererkennen.“ Als Vorbild für die Umgestaltung hat man kein geringeres Schloss als Eliean Donan Castle gewählt. Für den Trailer und die Visualisierung der neuen Themenwelt konnte man am Schauplatz der Highlander-Filme drehen, berichtete Leicht stolz.

Der „Highlander“ werde auf über 20 Bohrpfählen ruhen, die 28 Meter tief gründen. „Das wird eine ordentlich große Winterbaustelle“, zeigt er zugleich Respekt vor dem Bauvorhaben, dessen Detailplanungen noch längst nicht abgeschlossen seien.

Die obligatorische Musik für die Attraktion komponierten Andreas und Sebastian Kübler, die bereits den „Schwur des Kärnan“ vertonten. Die wichtigste Nachricht für Achterbahn-Fans: „Nessie“ werde weiterhin fahren und in das „Bezaubernde Britannien“ eingebunden.

Die Looping-Bahn war zum Zeitpunkt ihres Baus ein ähnlicher Superlativ wie der nun geplante „Highlander“. Den ersten Spatenstich für den Rekord-Turm vollzog Familie Leicht gestern Abend zusammen mit Sierksdorfs Bürgermeister Bernhard Markmann.

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