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Ostholsteiner Anzeiger

19. Oktober 2017 | 11:53 Uhr

Hannover ist eine Nummer zu groß

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eishockey: EHC Timmendorfer Strand unterliegt den Scorpions auch im vierten Spiel der Oberliga-Play-Offs und scheidet aus

shz.de von
erstellt am 28.Feb.2015 | 16:26 Uhr

Für Eishockey-Oberligist EHC Timmendorf ist die Saison vorbei. Die „Beach Boys“ unterlagen vor 740 Zuschauern auch in ihrem vierten Play-Off-Spiel gegen die Hannover Scorpions mit 0:5(0:1, 0:2, 0:2) Toren und schieden mit einem sogenannten Sweep im Viertelfinale aus.

Die Beach Boys wurden erneut unter Wert geschlagen. Die Mannschaft hielt gut mit und hatte im ersten Drittel mehr klare Gelegenheiten, als die favorisierten Gäste. Doch erneut wurde das Manko der Timmendorfer, dass sich wie ein roter Faden durch die Saison zog, deutlich: die Chancenverwertung. Hannover reichte dagegen ein Fehler von Torwart Jan-Niklas Gebert zur schmeichelhaften Pausenführung.

Im zweiten Drittel hatten die Gäste den besseren Start, doch dann wurden die Beach Boys immer stärker. Als der Ausgleich immer mehr in der Luft lag, schlugen die Hannoveraner eiskalt zu, erzielten das 0:2 und wenig später das 0:3, wobei Gebert erneut nicht gut aussah. Damit war die Partie entschieden. Timmendorf fightete zwar bis zum Schluss, doch es fehlte insgesamt die Spannung. Die Scorpions hatten nun Vorteile und konnten ihr spielerisches Vermögen zeigten. Die Treffer zum 0:4 und 0:5 hatten nur noch statistischen Wert.

„Wir haben ein tolles erstes Drittel gezeigt, aber dann fehlte die Kraft. Das 0:3 war der Knackpunkt. Trotz der vier Niederlagen haben wir den Scorpions alles abverlangt, aber wer keine Tore schießt, kann auch nicht gewinnen“, sagte Trainer Henry Thom enttäuscht. Ob es noch zu einem Saisonabschlussspiel kommt, steht noch nicht fest. „Es ist schwer einen passenden Gegner zu finden“, so Thom. Unklar ist auch die Zukunft der Oberliga. Nach einem Vorschlag des Deutschen Eishockey Bundes (DEB) sollen die strukturschwachen Oberligen Nord, West und Ost zusammengefasst werden. Erst ab einem Teilnehmerfeld von 18 Mannschaften, das als unwahrscheinlich gilt, soll diese Liga zweigeteilt werden. Für Timmendorf könnte dies Fahrten bis Hessen oder an die tschechische Grenze bedeuten. Für eine Mannschaft ohne Profis oder Halbprofis nahezu unmöglich. Und Berufsspieler sind für Timmendorf nicht zu stemmen. „Dieser Vorschlag ist für kleinere Vereine sehr unfreundlich und macht die Planung für die nächste Saison noch schwerer“, weiß Thom.

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