Handball-Krimi gewonnen

Waagerecht liegt Patrick Guttau in der Luft, die beiden Abwehrspieler der Gäste können nur zuschauen.
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Waagerecht liegt Patrick Guttau in der Luft, die beiden Abwehrspieler der Gäste können nur zuschauen.

HSG Eutin setzt sich in der Landesliga Süd mit 32:31(12:13) Toren gegen den Lauenburger SV durch

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29. November 2013, 00:33 Uhr

In einem wahren Handball-Krimi setzten sich die Landesliga-Handballer der HSG Eutin glücklich, aber nicht unverdient mit 32:31(12:13) Toren gegen den Lauenburger SV durch. HSG-Trainer Uwe Kröger hatte Aufstellungssorgen, musste auf einige Stammspieler verzichten. So halfen Torhüter Sven Henschelowski aus der zweiten Mannschaft und Leon Risch aus der A-Jugend aus.

Zudem liefen gleich vier Eutiner Spieler auf, die fast direkt aus dem Krankenbett in der Halle aufliefen. Die Lauenburger hatten mit den Eutinern noch eine Rechnung offen, denn sie hatten doch in der vergangenen Saison in letzter Sekunde verloren.

Früh spielten sich Philipp Vogelreuter und Patrick Wähling als Haupttorschützen in den Vordergrund. Allerdings schlichen sich Leichtsinnsfehler ins HSG-Spiel ein, die Lauenburg konsequent zum 9:9-Ausgleich nutzte. Trainer Uwe Kröger nahm folgerichtig eine Auszeit, um sein Team neu auszurichten. Doch nachdem Markus Kröger per Hüftwurf das 11:9 markiert hatte, schlichen sich Konzentrationsschwächen ein, die Gäste gingen mit einem Tor Vorsprung in die Kabine.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte bestimmte zunächst Lauenburg das Geschehen, musste aber in der 33. Minute trotz Manndeckung das 16:16 durch den sprunggewaltigen Patrick Wähling hinnehmen. Die Eutiner blieben aber auf Tuchfühlung.

Nach der 27:26-Führung der Gäste (53.) nahm die Partie an Dramatik zu. Zunächst erhielt die Lauenburger Bank nach einem Wechselfehler eine Zeitstrafe. Der Eutiner Trainer Uwe Kröger stellte seine Abwehr um und brachte die Gäste so aus dem Rhythmus. Markus Kröger gelang 28:27 (54.). Den folgenden Angriff vereitelte Keeper Sven Henschelowski. Doch die Lauenburger blieben auf Tuchfühlung.

Beim Stand von 31:31 nahm Uwe Kröger bei noch zu spielenden 40 Sekunden das Time-Out. Danach erzielte Patrick Wähling mit seinem zwölften Treffer das 32:31. Es waren noch sieben Sekunden zu spielen. Doch mit Wiederanpfiff verhängten die Schiedsrichter gegen Philipp Vogelreuter die Rote Karte, weil dieser einen schnellen Anwurf verhindert haben soll. Lauenburg wechselte für seinen Keeper einen siebten Feldspieler ein und kam tatsächlich noch zum Torwurf, den Sven Henschelowski mit dem Abpfiff parierte. Trainer Uwe Kröger sagte: „Das waren zwei wichtige Punkte. Ich muss dem Team in Anbetracht unserer Verletzten- und Krankenmisere eine tolle Leistung bescheinigen.“ Die besten Noten verdienten Christian Chrapkowski als Abwehrchef sowie Patrick Wähling und Philipp Vogelreuter.

Die HSG Eutin spielte mit Torwart Sven Henschelowski sowie Patrick Wähling (12), Philipp Vogelreuter (10), Markus Kröger (3), Nick Mebius, Patrick Guttau (je 2), Andre Bundtzen, Christian Chrapkowski, Dario Rankovic (je 1), Nils-Ole Petersen, Robert Meißner, Leon Risch, Andre Buse und Mario Guttau.

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