Handball : Handball-Jahr mit vielen Höhepunkten

Tradition mit Spaß-Charakter: Beim Kuddel-Muddel-Turnier spielten ältere und jüngere Spieler mit- und gegeneinander.
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Tradition mit Spaß-Charakter: Beim Kuddel-Muddel-Turnier spielten ältere und jüngere Spieler mit- und gegeneinander.

Die HSG Holsteinische Schweiz blickt auf ereignisreiches Jahr 2017 zurück. Großer Einsatz ermöglicht zuverlässige Jugendarbeit. Viele Herausforderungen warten.

shz.de von
28. Dezember 2017, 10:00 Uhr

Eutin | Die HSG Holsteinische Schweiz steckt mitten in ihrer vierten Spielzeit. Nun ist die Hinrunde der Saison 2017/18 vorüber und die Ostholsteiner Handballer können neben den fünf Herbstmeisterschaften, die die HSG-Teams in den verschiedenen Ligen und Altersklassen errungen haben, positiv auf weitere Höhepunkte eines spannenden Jahres 2017 zurückblicken.

Da war zum Einen das Trainingsspiel der Holsteiner Landesliga-Handballer gegen den Zweitligisten VfL Lübeck-Schwartau, das in der Sommerpause viele Zuschauer in die Eutiner Sievert-Halle lockte. Zum Anderen war das schon zuvor die Teilnahme an diversen Turnieren. Über Ostern kam es zum traditionellen Saisonhöhepunkt für die Jugend-Mannschaften, die in Dänemark am Holstebro-Cup teilnahmen. Für die damalige weibliche C-Jugend war die Teilnahme am Beachhandball-Turnier am Strand von Damp etwas Besonderes. Der Saisonabschluss für die jüngeren Mannschaften, der zum ersten Mal auf dem Sportplatz der Grundschule Sieversdorf ausgetragen wurde, war ebenfalls ein voller Erfolg.

Im Sommer durfte die HSG Holsteinische Schweiz Gäste aus Übersee begrüßen: Das Team Alberta aus Kanada besuchte Ostholstein und absolvierte neben gemeinsamen Trainingseinheiten auch Trainingsspiele gegen die weibliche C- und B-Jugend sowie gegen die männliche B-Jugend des Vereins. Kurz vor Saisonbeginn wurde wie jedes Jahr seit der Gründung der HSG der Stadtwerke-Cup ausgespielt. Das Jugendturnier fand wie immer gute Resonanz. Zudem organisierte der Verein den Holstein-Cup für Herrenmannschaften.

Der Vorsitzende der HSG, Horst-Peter Arndt, nennt einen weiteren Höhepunkt: „Ein Highlight in dieser Saison ist ohne Frage die Tatsache, dass es gelungen ist, eine junge Spielerin unserer 1. Frauenmannschaft für ein Freiwilliges Soziales Jahr zu gewinnen.“ Arndt freut sich über das fachlich versierte Engagement von FSJlerin Anneke Müller, die unter anderem die Jugendarbeit unterstützt.

Das tun auch Jugendwart Holger Edler und seine Stellvetreterin Julia Gelhardt. Müllers Arbeit ist sehr wichtig, wie Gelhardt betont: „Wir sind stolz und zufrieden, dass wir trotz aller Schwierigkeiten weiter gute Jugendarbeit leisten können“, sagte sie und nennt Spieler-Wechsel zum VfL Bad Schwartau, die schwierige Akquise von Trainern sowie die Tatsache, dass mit dem HSC Rosenstadt Eutin noch ein zweiter Handballverein in der Stadt angesiedelt ist, als Herausforderung.

„Ziel für die nächste Saison ist, dass wir wieder in jeder Altersklasse eine Mannschaft melden können“, blickt Gelhardt bereits nach vorne. Zurzeit kann die HSG Holsteinische Schweiz aufgrund von zu wenig Spielerinnen und Spielern keine weibliche C-Jugend und keine männliche B-Jugend stellen. „Es ist aber gelungen, Spielerinnen und Spieler dieser Altersklassen in den nächst höheren Jugendmannschaften zu integrieren“, betont Horst-Peter Arndt, der seit der HSG-Gründung 2014 der 1. Vorsitzende der Handballspielgemeinschaft ist.

Die Teams, die derzeit in den Ligen bis zur Landes-Ebene antreten, wissen zu überzeugen. So ist die männliche E-Jugend wie in den Jahren zuvor Tabellenführer. Die männliche C-Jugend, die 1. weibliche B-Jugend und die weibliche A-Jugend machen es den kleinen Ballwerfern nach und sind ebenfalls Erster in ihrer Liga. Im Seniorenbereich darf sich die zweite Damenmannschaft über die Herbstmeisterschaft freuen. „Aber auch alle anderen Mannschaften spielen eine erfolgreiche Saison voller Freude, Siegeswillen und einer mannschaftlichen Geschlossenheit, wie man diese nicht überall findet“, berichtet Arndt.

Gewährleistet werde ein derart erfolgreiches Handball-Jahr laut dem Vorsitzenden neben den engagierten Trainern auch durch die Betreuer, Physiotherapeuten und Schiedsrichter sowie viele fleißige Helfer abseits des Feldes. „Auch die Eltern sind in dieser Aufzählung mit einzubeziehen“, sagt Arndt und erzählt weiter: „Ein sehr großer Rückhalt sind unsere Fans, welche bei den Spielen in großer Zahl die Mannschaften lautstark anfeuern und eine großartige Kulisse bilden.“

Aber auch den Stammvereinen SpVgg Eutin 08, TSV Malente, TSV Dörfergemeinschaft und TS Riemann Eutin sei zu danken, da sie dem Verein ein gewisses Budget an die Hand geben würden. „Zudem wäre es ohne die Unterstützung unserer Fördervereine und einiger Sponsoren kaum oder nur sehr schwer möglich, alle Kostenpositionen mit ausreichend Geld zu bedienen“, räumt er ein. „Wir sind darüber sehr dankbar und wissen es zu schätzen, was diese Unterstützung für die HSG bedeutet.“ Übungsleiter, Verbände und Schiedsrichter müssten schließlich bezahlt werden, erklärt er.

Um den Verein finanziell besser aufzustellen und Sponsoren anzuwerben, lohnt ein Blick in andere Handball-Hallen Schleswig-Holsteins. „Als Schiedsrichter komme ich in viele Sporthallen und kann sehen, dass dort die Hallenwände so voll mit Werbeschildern behängt sind, dass man das Mauerwerk dahinter kaum noch erkennen kann. Kommt man zu uns nach Malente oder Eutin, kann man unschwer erkennen, dass wir in Sachen Hallenwerbung eher noch ein Entwicklungsland sind“, berichtet Arndt.

Er ergänzt: „Der dynamische, athletische und körperbetonte Handballsport bietet durch sein positives Umfeld ohne Randale und Fanrivalitäten sicherlich für die Wirtschaft für verhältnismäßig wenig Geld äußerst positive Plattformen, um auf sich aufmerksam zu machen.“ Der Verein hofft auf vermehrtes Sponsoring von Ostholsteiner Unternehmen.

Zurück auf die Platte: Zum Jahresausklang fand kurz vor Weihnachten das Kuddel-Muddel-Turnier statt, an dem alle Jugendteams des Vereins beteiligt waren und in gemischter Form gegeneinander antraten – eine weitere HSG-Tradition, die bei den Teilnehmern für reichlich Spaß und gute Laune sorgte.

Am zweiten und dritten Januar-Wochenende geht es für die Holstein-Teams dann in ihren jeweiligen Ligen wieder um Punkte. Das Ende der Saison ist für Ende April/Anfang Mai vorgesehen. Spätestens dann starten hinter den Kulissen schon wieder die Vorbereitungen für die neue Spielzeit. „Ziel muss es sein, den Handballsport in unserer Region Eutin/Malente auch für die Zukunft stark aufzustellen und zu sichern. Die HSG Holsteinische Schweiz genießt über die Kreisgrenzen hinaus einen sehr guten Ruf und wir wollen alles dafür leisten, diese positive Ausrichtung in keinster Weise zu enttäuschen“, sagt Horst-Peter Arndt abschließend.

Aktuelle Platzierungen:

E-Jugend: Weiblich: Kreisliga, 2. Platz; Männlich: Kreisliga, 1. Platz.

D-Jugend: Weiblich: Kreisliga, 5. Platz; Männlich: Regionsliga, 5. Platz.

C-Jugend: Männlich: Regionsliga, 1. Platz.

B-Jugend: Weiblich I: Regionsliga, 1. Platz; Weiblich II: Regionsliga, 2. Platz.

A-Jugend: Weiblich: Regionsliga, 1. Platz; Männlich: Regionsliga, 7. Platz.
1. Frauen: Landesliga, 12. Platz.

2. Frauen: Regionsliga, 1. Platz.
3. Frauen: Kreisliga, 7. Platz.
1. Männer: Landesliga, 6. Platz.
2. Männer: Kreisliga, 3. Platz.
3. Männer: Kreisliga, 9. Platz.

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