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Ostholsteiner Anzeiger

17. August 2017 | 10:00 Uhr

Hamburger sagen Nein

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Knappe Mehrheit gegen Olympische Spiele

Lange Gesichter bei den Olympia-Anhängern: Hamburgs Griff nach den Ringen ist gescheitert. Beim Referendum zur Bewerbung der Stadt um Olympia 2024 hat sich eine knappe, aber stabile Mehrheit gegen die Spiele ausgesprochen. Die Olympia-Befürworter kamen nur auf 48,4 Prozent der Stimmen, das Nein-Lager auf 51,6 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 50 Prozent. Abstimmungsberechtigt waren rund 1,3 Millionen Hamburger.

Damit ist die Hamburger Bewerbung überraschend gescheitert. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) räumte die Niederlage beim Olympia-Referendum ein. „Hamburg wird sich nicht um die Austragung Olympischer Spiele und Paralympischer Spiele im Jahre 2024 bewerben“, sagte Scholz. Er, der Senat und auch eine große Mehrheit in der Bürgerschaft hätten sich eine andere Entscheidung gewünscht. „Sie ist aber trotzdem klar.“ Dass Hamburg an den Anfang einer Olympia-Bewerbung ein Referendum gestellt habe, sei richtig gewesen. „Das Ergebnis ist jetzt zu akzeptieren. Es ist ein Ergebnis, das für die Stadt insgesamt gilt und verbindlich ist.“

Damit hat auch die fünfte deutsche Olympia-Bewerbung in Folge keinen Erfolg gehabt. Mit der Entscheidung der Hamburger ist Deutschland raus aus dem Bewerberkarussell um Olympia. Nun stehen für das Sportgroßereignis nur noch Budapest, Paris, Rom und Los Angeles als Kandidaten parat. 

Hamburg hatte sich im März um die nationale Kandidatur gegen die Hauptstadt Berlin durchgesetzt. Damals hatten laut Umfragen noch rund zwei Drittel der Bürger Olympia an der Elbe befürwortet.

NOlympia-Sprecher Florian Kasiske sagte: „Wir sind natürlich positiv gestimmt.“ Ausschlaggebend für das mehrheitliche Nein sei vor allem die Furcht der Hamburger vor den immensen Kosten gewesen.   Seite 9  /  Leitartikel Seite 13

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erstellt am 30.Nov.2015 | 00:33 Uhr

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