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Ostholsteiner Anzeiger

17. Dezember 2017 | 09:18 Uhr

Schönwalde : Hamann bleibt Gemeindewehrführer

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Jahresversammlung der vier Ortswehren der Gemeinde: Matthias Hamann wurde im Amt bestätigt.

shz.de von
erstellt am 28.Feb.2017 | 15:00 Uhr

Exakt die Hälfte der stimmberechtigten Kameraden der vier Ortswehren aus der Gemeinde Schönwalde waren am Freitag zur ersten Versammlung der Gemeindewehr in das neue Feuerwehrhaus gekommen. Einstimmig wählten sie den bisherigen Gemeindewehrführer Matthias Hamann für weitere sechs Jahre an die Spitze. Dieser kündigte an: „Die nächsten sechs Jahre machen wir weiter wie bisher. Ich freue mich und hoffe ihr auch.“

Zum Jahreswechsel verzeichnete Bastian Walkhoff 93 aktive Kameraden und damit einen weniger als im Vorjahr. „Insgesamt fehlen weiterhin aktive Kameraden, insbesondere mit Blick auf die Tagesverfügbarkeit“, stellte der stellvertretende Gemeindewehrführer in seinem Bericht fest. Das führe unweigerlich dazu, dass bei einem Wohnungsbrand, von dem bei piependen Rauchmeldern mit Rauchgeruch zunächst ausgegangen werden müsse, bis zum Erreichen der Zugstärke von 22 Mann auch einmal sieben bis neun Wehren alarmiert würden. Dieses Alarmierungssystem sei jedoch angemessen. Von 28 Einsätzen verzeichnete die Gemeindewehr nur drei Kleinbrände. Drei weitere Mittelbrände wurden im Rahmen der nachbarschaftlichen Löschhilfe außerhalb der Gemeindegrenzen bekämpft. Von den insgesamt 40 Alarmierungen waren neun Fehlalarmierungen aufgrund von Brandmeldeanlagen. Dennoch begrüße man den präventiven Brandschutz und betrachte jeden Einsatz bis zum Beweis des Gegenteils als Ernstfall, betonte Walkhoff. „Die Gemeinde ist digital.“, verkündete Hamann mit Blick auf den Einsatz der neuen Funkgeräte. Von 66 Lehrgängen des vergangenen Jahres bezogen sich 20 auf den Digitalfunk. Um das Erlernte zu behalten, habe man auf Wunsch der Kameraden kurzfristig entschieden ab sofort nur noch digital zu funken. Dennoch behalte man weiter analoge Geräte griffbereit, um die Kommunikation über die Gemeinde hinaus zu gewährleisten.

Die Mitgliederwerbung war auch Thema der Grußworte. Bürgermeister Hans-Alfred Plötner gestand: „Es ist nicht einfach, aktive Kameraden zu werben.“ Er hoffe, das neue Haus sei eine kleine Motivationshilfe. Er wünschte sich, die Männer und Frauen immer gesund zurück von den Einsätzen und fügte an: „Fragt mal Euren Nachbarn, ob er nicht Lust hat in die Feuerwehr einzutreten.“

Rolf Willert aus dem Vorstand der Kreisfeuerwehr kündigte an, dass auch auf Kreisebene die Mitgliederwerbung das wichtigste Thema sei. Der demografische Wandel werde zu zahlreichen Übertritten in die Ehrenabteilung führen. Hamann kritisierte, dass über eine Vereinfachung der Ausbildung erst zu einem Zeitpunkt nachgedacht werde, an dem der Personalmangel bereits überall zu spüren sei. Altenkrempes Gemeindewehrführer Marco Schreier mahnte, den Dienst in der Feuerwehr nicht zu negativ darzustellen. „Ihr signalisiert nach außen, dass die Feuerwehr ein totes Pferd ist. Das will aber keiner reiten.“ Es müsse die gute Kameradschaft viel mehr hervorgehoben werden. „Es kommt doch auch keiner mit auf ein Fest, wenn man nicht vorher positiv davon berichtet.“

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