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Ostholsteiner Anzeiger

20. Oktober 2017 | 13:28 Uhr

Halbnackter rast vor Streifenwagen davon

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Nächtliche Verfolgungsfahrt endet bei Eutin mit Unfall – Zwei Polizisten verletzt

von
erstellt am 30.Apr.2015 | 15:31 Uhr

Eine filmreife Verfolgungsjagd lieferten sich in der Nacht zu Donnerstag mehrere Streifenwagen und ein 28-jähriger Autofahrer. Zwischen Ascheberg und Eutin missachtete der Ostholsteiner alle Stopp- und Verkehrsregeln und gefährdete mehrfach andere Fahrzeuge. Schließlich raste er bei Eutin in eine Böschung, wo er festgenommen und dann aufgrund seiner Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht wurde. Auch zwei Polizeibeamte wurden bei dem Unfall verletzt.

Gegen 2.50 Uhr wurde der Polizei durch Verkehrsteilnehmer ein offenbar verwirrter Pkw- Fahrer auf der B  404 im Bereich Stolpe gemeldet. „Der Mann, der teilweise nackt war, sollte herumschreien und Gegenstände auf die Fahrbahn werfen. In Höhe Ascheberg kam den alarmierten Plöner Beamten ein silberner Polo entgegen. Der Fahrer saß mit freiem Oberkörper im Fahrzeug. Als er die Polizisten erblickte, flüchtete er unter Missachtung jeglicher Verkehrsregeln“, berichtete Polizeisprecher Ulli Fritz Gerlach.

Der Mann raste durch mehrere Ortschaften in Richtung Plön. Dabei rammte er einen Streifenwagen, geriet ins Schleudern, fuhr über ein Feld und beschädigte einen Weidezaun; setzte aber seine Flucht auf der B  430 fort. „Er fuhr in der Mitte der Fahrbahn und gefährdete mehrere entgegenkommende Fahrzeuge. Diese konnten nur durch reaktionsschnelle Ausweichmanöver einen Frontalzusammenstoß verhindern“, so Gerlach.

Weitere Funkstreifenwagen aus Ostholstein wurden zur Verstärkung zusammengezogen. An der B  76 in Höhe der Ortsumgehung Eutin endete die Flucht. Der Polizeisprecher: „Der Fahrer verlor die Kontrolle über seinen Pkw und fuhr in eine Böschung. Dabei geriet ebenso ein Funkstreifenwagen von der Fahrbahn ab. Ein 21-jähriger und ein 47 Jahre alter Polizeibeamter wurden hierbei leicht verletzt. Der 28-jährige Fahrer des Polos wurde vor Ort vorläufig festgenommen.“

Die Hintergründe der Flucht stehen noch nicht fest. Möglicherweise habe der Ostholsteiner Betäubungsmittel konsumiert, so die Polizei. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen. Es besteht, „der Verdacht der Gefährdung des Straßenverkehrs“. Nach Schätzung der Polizei entstand bei der Raserei ein Gesamtsachschaden von 10  000 Euro.

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