zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

17. Oktober 2017 | 08:44 Uhr

Häuser statt Seniorenheim

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bauausschuss macht für die ehemalige Hofstelle Haselhorst die Bebauung durch Einfamilienhäuser möglich

von
erstellt am 03.Sep.2015 | 14:04 Uhr

Zu zwei „alten“ Themen fasste der Bauausschuss der Gemeinde Schönwalde am Mttwoch Beschlüsse: Zur Bebauung der ehemaligen Hofstelle Haselhorst zwischen Bergfelder Straße und Am Lachsbach
im Dorfkern sowie zu dem Weg auf den Gipfel des Bungsberges.

Der Ausschussvorsitzende Joachim Krüger (SPD) hatte sich intensiv mit den Grundstücksverhältnissen rund um den höchsten Punkt des Landes beschäftigt. Eigentümerin eines Kreises mit elf Metern Durchmesser rund um den 168 Meter hohen Messpunkt, der abseits des neu gestalteten Plateaus auf einer Wiese liegt, ist die Gemeinde. Hinzu kommt ein schmaler Weg vom Waldrand dorthin.

Um diese Zuwegung über die Wiese brodelt seit langem ein Streit mit den Eigentümern der Wiese, in dessen Verlauf Gemeindevertreterin Alexandra Schnoor ihr Amt niedergelegt hatte. Das Problem für den Tourismus: Am Waldrand empfangen Schilder den Besucher, die das Betreten der Wiese verbieten. Zeitweise konterte die Gemeinde mit Hinweisen auf den Korridor in ihrem Besitz, der links und rechts von einem mobilen Weidezaun abgesteckt ist. Eine für alle Seiten unschöne Situation, die so schnell wie möglich aus der Welt geschafft werden müsse, war sich der Ausschuss einig.

Krüger war zudem für eine baldige Einmessung des
gemeindeeigenen Grundstücks, um Klarheit über die Verhältnisse vor Ort zu erhalten. Auch solle der Umfang eines im Grundbuch verbrieften Überwegungsrechtes durch einen Juristen geprüft werden.

Peter Seehusen (SPD) riet trotz allem zu einem klärenden Gespräch mit der Familie Schnoor. Das soll nach Willen des Ausschusses zusammen mit der Verwaltung und unter Ausschluss der Öffentlichkeit in den nächsten vier Wochen stattfinden.

Einstimmig beschloss der Ausschuss die Änderung des Bebauungsplanes 21. Damit soll auf dem Areal an der Bergfelder Straße eine Bebauung in der Tiefe mit bis zu 15 Einfamilienhäusern möglich werden. Die ursprüngliche Bauleitplanung hatte ein Seniorenwohnprojekt mit der Wohnungsbaugenossenschaft Ostholstein als Investorin vorgesehen. Ein erneuter Ansatz für generationsübergreifendes Wohnen hatte sich über den Sommer ebenfalls zerschlagen, so dass die Gemeinde nun die Erschließung und Vermarktung selbst wagen will.

Dazu wurden die Zahl der Grundstücke, die zwischen 532 und 778 Quadratmeter groß sein werden, noch einmal erhöht. So sinken die
Erschließungskosten pro Grundstück. Als hinderlich hätte sich nach Ausführung der Verwaltung die Oberflächenentwässerung von Teilen des Neubaugebietes erweisen können. Ein Rechtsstreit mit einem Nachbarn hatte 2001 zu einem Vergleich geführt, wonach dieser das Oberflächenwasser der Wiese in seinem Rückhaltebecken aufnehmen muss.

Für die alte Hofstelle, die Teil des B-Planes ist, gilt dies jedoch nicht. Eine kostenintensive Teilung der Entwässerung konnte mit einem aktuellen Beschluss vermieden werden. Die Gemeinde nimmt ein Baugrundstück auf dem Land des Nachbarn in die Bauleitplanung auf und dieser nimmt im Gegenzug das Regenwasser des gesamten Neubaugebietes ab. Planer Andreas Nagel äußerte sich zuversichtlich im Frühjahr einen rechtskräftigen Bebauungsplan mit den notwendigen Änderungen vorliegen zu haben. Dann könnte die Vermarktung beginnen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen