zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

24. Oktober 2017 | 10:01 Uhr

Härtetest in der Steppe

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Als Vorbereitung auf die Rallye Dakar nimmt Dirk von Zitzewitz an einem Offroad-Rennen in Südafrika teil

shz.de von
erstellt am 12.Okt.2013 | 00:31 Uhr

Für einen Getriebenen wirkt Dirk von Zitzewitz betont entspannt. Der 44jährige Motorsportler aus Karlshof strahlt eine enorme Ruhe aus – kein Anzeichen von Aufregung oder Anspannung. Doch dazu hätte er guten Grund, schließlich beginnt dieser Tage für ihn die intensive Vorbereitungsphase auf seine 14. Rallye Dakar im Januar 2014 in Südamerika. Bei der startet Dirk von Zitzewitz zum dritten Mal im Team „Imperial Toyota SA“ und zum achten Mal in Folge als navigierender Beifahrer des Südafrikaners Giniel de Villiers.

An der selbstgesetzten Zielvorgabe des Duos gibt es nichts zu deuteln: „Wir wollen den Sieg“, sagt Dirk von Zitzewitz bestimmt. Der Gedanke daran treibt ihn an. Daraus zieht er seine Kraft und Motivation. „Vor zwei Jahren waren Giniel und ich Dritte, dann Zweite – insofern ist Platz eins jetzt die logische Konsequenz“, sagt der 44-Jährige mit einem vorsichtigen Lächeln.

Optimistisch stimmt ihn die Vorbereitung. „Wir nehmen mit unserem Dakar-Fahrzeug an einem zweitägigen Offroad-Rennen in Südafrika teil.“ Dieses findet heute und morgen im südafrikanischen Bloemfontein statt. Nach diesem Härtetest bleibe genügend Zeit, um etwaige Mängel an dem Hilux-Pickup bis zum Rallye-Start zu beheben. Und das ist neu für Dirk von Zitzewitz. „Für mich ist es das erste Mal, dass ich an einem solchen Test-Rennen dort unten teilnehme.“ Im vergangenen Jahr habe er keine einzige Testfahrt unter Wettkampfbedingungen mit dem späteren Dakar-Fahrzeug im Vorfeld des Wüstenrennens machen können.

Die Favoritenrolle weist Dirk von Zitzewitz dennoch weit von sich. „Die BMW-Mini-Werksfahrzeuge waren immer sehr stark und sie sind auf dem Papier erneut besser ausgestattet als wir.“ Daher gelte es für den Karlshofer und seinen südafrikanischen Piloten, möglichst wenig Fehler auf der Strecke zu machen – dann besteht eine reelle Siegchance. „Bei der letzten Teilnahme sind wir trotz einiger Fehler auf den Etappen und trotz der Überlegenheit der Minis am Ende Zweiter geworden.“

In diesem Jahr könnten die Navigierfähigkeiten des Karlshofers den Ausschlag über den Gesamtsieg geben. Eine Karte steht dem 44-Jährigen dafür nicht zur Verfügung. Stattdessen muss er lediglich mit schriftlichen Hinweisen
vom Veranstalter, etwa Angaben zu Kompasskursen oder Abzweigungen, einem Tageskilometer-Zähler und zwei GPS-Systemen auskommen. „Diese sind aber vom Veranstalter für alle Teilnehmer programmiert und lotsen uns nicht.“ Stattdessen dienen die Geräte im Nachhinein zur Kontrolle, um festzustellen, ob die Motorsportler unterwegs nicht abgekürzt haben.

Das hat Dirk von Zitzewitz aber gar nicht nötig – er weiß um die bislang „deutlich professionellere“ Vorbereitung auf die Rallye gegenüber den Vorjahren. Und so ist der Motorsportler die Ruhe selbst – noch: „Spätestens wenn ich am 27. Dezember nach Argentinien aufbreche, kommt die große Nervosität.“

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen